DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Streit um Listenverbindungen

Darbellay stellt die FDP vor die Wahl: «Mit uns oder mit der SVP»



CVP-Präsident Christophe Darbellay fordert von der FDP ein klares Bekenntnis. Ein Jahr vor den Eidgenössischen Wahlen im Herbst 2015 sei es an der Zeit, dass sich die Freisinnigen entscheiden, ob sie mit der CVP oder der SVP Listenverbindungen eingehen wollen.

«Dass die FDP noch immer keine klare Haltung zu Listenverbindungen mit der SVP hat, ist für mich nicht nachvollziehbar», sagte CVP-Nationalrat Darbellay in einem Interview mit der Zentralschweiz am Sonntag. Der Freisinn müsse sich schnell entscheiden, ob er mit der SVP, mit der Mitte, oder allein in den Wahlkampf ziehen wolle. Letzteres «mit dem Risiko, zwischen beiden Blöcken zerrieben zu werden».

«Irgendwann muss man sich entscheiden»

Wenn die FDP Listenverbindungen mit der SVP eingehe, kämen solche mit der CVP nicht mehr in Frage. «Ich will die Radikalisierung bekämpfen, und das geht nur mit einer Stärkung der Mitte», sagte Darbellay. FDP-Präsident Philipp Müller müsse sich diesbezüglich erklären.

«Man kann nicht mit Washington, Peking und Moskau gleichzeitig tanzen. Irgendwann muss man sich entscheiden.» Ein Jahr vor den Wahlen sei der richtige Zeitpunkt für diesen Entscheid.

FDP-Parteipraesident Philipp Mueller spricht am Tag der FDP am Samstag, 13. September 2014 auf dem Stierenmarktareal in Zug.  (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Sucht das Gespräch mit allen Parteien: FDP-Präsident Philipp Müller. Bild: KEYSTONE

Auch Müller fordert Klärung

Für Müller ist indes selbstverständlich, «dass man mit allen bürgerlichen Parteien das Gespräch sucht», wie er in einem Interview mit der «Schweiz am Sonntag» sagte. Es gehe bei den Listenverbindungen nicht um inhaltliche Übereinstimmungen sondern um die rechnerische Optimierung der eigenen Chancen.

«Inhaltlich haben wir mit der CVP grosse Übereinstimmungen. Aber wir haben auch erhebliche Differenzen.» So wittert er etwa in der angekündigten engeren Zusammengang von CVP und BDP «reine Machterhaltungspolitik» im Hinblick auf den Bundesratssitz von Eveline Widmer-Schlumpf. «Hier erwarte ich eine Klärung vor dem Beginn des Wahlkampfes 2015», sagte Müller. (trs/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

So will Grünen-Präsident Glättli den Rahmenvertrag retten

Balthasar Glättli, Präsident der Grünen, sucht das Gespräch mit den anderen Parteien, um eine neue Allianz für den Rahmenvertrag zu schmieden. Er hat auch klare Vorstellungen, was die Schweiz der EU anbieten soll.

Herr Glättli, ist das Rahmenabkommen tot?Balthasar Glättli: Sicher ist: Den magischen Moment, in dem die EU den drei offenen Punkten einfach so zustimmt, gibt’s nicht. Dazu kommt in der Schweiz die Kritik am Streitbeilegungsverfahren. Wir müssen nun innenpolitisch Klarheit schaffen: Wer ist für das Rahmenabkommen? Was sind wir zu investieren bereit? Will die Schweiz ein Rahmenabkommen, braucht es eine innenpolitische Allianz dafür.

Wollen Sie als Präsident der Grünen die Initiative für eine …

Artikel lesen
Link zum Artikel