DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bundesraetin Karin Keller-Sutter spricht waehrend der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 16. Dezember 2020, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Neuer Straftatbestand: Bundesrätin Karin Keller-Sutter will Sex ohne Einvernehmen ahnden. Bild: keystone

«Ich will eine Roadmap gegen Gewalt an Frauen»: Offensive von Karin Keller-Sutter

Bundesrätin Karin Keller-Sutter will Frauen besser vor Gewalt durch ihre Partner schützen. Sie startet deshalb eine Offensive und holt dabei die Kantone mit ins Boot.



Im Frühling werde eine Tagung mit dem Bundesamt für Justiz, den kantonalen Polizeidirektoren, den Sozialdirektoren und dem Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau stattfinden. Ziel sei es, alle Massnahmen zusammenzutragen, um Opfer von häuslicher und sexueller Gewalt besser zu schützen. Dies sagte Bundesrätin Karin Keller-Sutter in einem Interview mit der NZZ am Sonntag. Auch Organisationen, die sich in dem Bereich professionell engagierten, würden einbezogen, als Beispiel nennt Keller-Sutter die Frauenhäuser.

Keller-Sutter spricht sich in dem Interview ausserdem dafür aus, dass der Staat nicht einvernehmlichen Geschlechtsverkehr ohne physische Gewaltanwendung künftig bestrafen kann. Frauen müssten nicht nur auf der Strasse, sondern auch in den eigenen vier Wänden sicher sein, argumentiert Keller-Sutter. Werde der neue Straftatbestand nicht eingeführt bedeute dies, dass Übergriffe im Privaten geduldet würden.

Keller-Sutter spricht sich in dem Interview ausserdem für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie als «Kernfrage der Gleichstellung» aus. Sie engagiere sich deshalb in einer überparteilichen Allianz für Angebote für ausserfamiliäre Kinderbetreuung. Auch die Wirtschaft sei daran beteiligt. «Ich bin überzeugt, dass je länger je mehr Frauen Karriere machen werden», sagt die Bundesrätin. (wap/bzbasel.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Sex-Abo-Falle

«Vergewaltigung passiert meistens im eigenen Umfeld» – Eine Betroffene erzählt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Harsche Kritik am Vorschlag für neues Sexualstrafrecht: «Ein Hohn für die Opfer»

Am Montag wurde der Entwurf für ein neues Sexualstrafrecht in die Vernehmlassung geschickt. Frauenrechtsorganisationen sind enttäuscht über den Vorschlag. Ihr gefordertes Konsensprinzip «Ja heisst ja» fand kein Gehör.

Plötzlich ging es schnell. Seit mehreren Jahren wird darüber gesprochen, dass das Schweizer Sexualstrafrecht teilweise veraltet ist und überarbeitet werden muss. Vor einem Jahr entschied die Kommission für Rechtsfragen des Ständerates, den Revisionsbedarf vertieft zu prüfen. Am Montag dann war er überraschend da: Der Vorschlag für ein überarbeitetes Bundesgesetz.

Im Kern der Debatten rund um die Revision des Sexualstrafrechts stand das Konsensprinzip. Frauenrechtsorganisationen, Aktivistinnen, …

Artikel lesen
Link zum Artikel