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Der Blausee ist weltbekannt für sein blaues Wasser: Doch in den letzten Jahren wird er nach Regenfällen immer mal wieder hässlich trüb. Bild: own work/Adrian Michael

Tausende tote Fische und trübes Wasser: Illegale Entsorgung soll Blausee vergiftet haben

Ein Umweltkrimi im Berner Oberland: Illegale Entsorgungen in einer Baugrube, plötzliches Fischsterben und ein trüber Blausee – wurde der See vergiftet?



Seit 2018 hat der berühmte Blausee im Berner Oberland mit Problemen zu kämpfen. Fische sterben, das Wasser ist eine Sauce und die Betreiber sind geschockt. Unter Verdacht steht jetzt die illegale Entsorgung von kontaminiertem Altschotter beim Steinbruch oberhalb des Sees. Gibt es einen Zusammenhang?

«Das war ein gewaltiger Schock, den See so zu sehen», sagt Stefan Linder von der Blausee AG gegenüber dem SRF. «Wir hatten eine blau-grüne Sauce im See.» Die Fischzuchtanlage wurde ebenfalls hart getroffen: Über zwei Jahre starben dort tausende Forellen. Der Schaden beläuft sich mittlerweile auf 2 Millionen Franken.

Eine Untersuchung der toten Forellen und des Wassers des Blausees ergibt: Das Wasser ist kontaminiert. Es wurden krebserregende Stoffe und erhöhte Konzentrationen von Schwermetallen gefunden.

«Im Steinbruch Mitholz sind rund tausend Tonnen Schottermaterial illegal deponiert worden.»

Jacques Ganguin, Vorsteher Amt für Wasser und Abfall Bern

Recherchen der «Berner Zeitung», des Recherchedesks von Tamedia und der «Rundschau» von SRF ergaben, dass in den letzten Jahren beim Steinbruch Mitholz oberhalb des Sees illegal kontaminierte Metalle entsorgt wurden. Diese stammen aus dem Lötschbergtunnel, der zurzeit saniert wird. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass der Altschotter als Giftmüll entsorgt werden muss. Dies wurde aber gemäss den Recherchen so nicht eingehalten.

Auch der Kanton Bern bestätigt diesen Verdacht: «Im Steinbruch Mitholz sind rund tausend Tonnen Schottermaterial illegal deponiert worden», so Jacques Ganguin, Vorsteher Amt für Wasser und Abfall Bern.

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Ein schrecklicher Fund: Seit 2018 sterben regelmässig Forellen. Bild: screenshot srf

Steinbruch weist jede Schuld von sich

Marcel Rychen, Verwaltungsratspräsident der SHB Steinbruch Mitholz AG, ist sich keiner Schuld bewusst. «Wir weisen die Anschuldigungen der Blausee AG in aller Form zurück», sagt Rychen gegenüber der «Rundschau». «Wenn es Missverständnisse gab, haben wir transparent und schnell gehandelt», sagt Rychen. Man habe die widerrechtlich deponierten tausend Tonnen wieder ausgebaggert und korrekt entsorgt.

«Die Abklärungen der Behörden und Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass nie eine Gefahr für Mensch und Umwelt bestand», so Rychen. Der Kanton hat am 30. Juni Grundwasserproben genommen und keine Kontaminierung festgestellt.

Zusammenhang nicht ausgeschlossen

Die Proben der Blausee AG zeigen das Gegenteil: Es wurden die selben Giftstoffe wie in den verendeten Fischen gefunden. Für Stefan Linder ist der Fall klar: «Wir haben sehr viele und sehr klare Indizien, dass das Gift vom alten Schotter stammt», sagt er dem SRF.

Mitte Juni wurde ein Teil der Aktivitäten in der offenen Kiesgrube durch das Berner Amt für Wasser und Abfall gestoppt. Die beteiligten Unternehmen wurden angewiesen, den Altschotter fortan in eine spezialisierte Anlage nach Wimmis zu bringen und nicht weiter in den Steinbruch zu schütten.

Dass der Altschotter illegal entsorgt worden sei, steht ausser Frage. Das Amt schliesst einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen am Blausee und den illegalen Entsorgungen nicht aus. «Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Altschotter punktuell belastet war. Sollten aber überhaupt Schadstoffe ins Grundwasser gelangt sein, gehen wir davon aus, dass es bis zum Blausee einen grossen Verdünnungseffekt gäbe», so Ganguin.

Die Unternehmen dürfen aber weiterhin den Schotter in den Steinbruch leeren, um ihn von dort aus auf Lastwagen umzuladen. Die Blausee-Besitzer befürchten, dass bei Regenfällen weiterhin Schadstoffe in die Umwelt gelangen. Deshalb haben sie Strafanzeige eingereicht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits. (cki)

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    Alle Leser-Kommentare
  • SonGoku 16.09.2020 20:48
    Highlight Highlight Nur Mal ein kurzer Input: Wenn ich Mitholz höre, dann kommt mir etwas ganz anderes in den Sinn: Das Munitionsdepot, welches 1947 explodiert ist, befindet sich nicht weiter vom Blausee weg, als der Steinbruch... Schätzungsweise 3500Tonnen explosives Material befindet sich noch dort (rundherum): https://de.m.wikipedia.org/wiki/Explosionskatastrophe_von_Mitholz
    Hat man übrigens auch im Thuner-/Brienzersee versenkt.
    Dies gibt mir noch einiges mehr zu denken.
    Schaut euch einmal den Wiki-Artikel an. Ist sehr lesenswert.
  • Eyla 16.09.2020 18:36
    Highlight Highlight ‚Steinbruch weist jede Schuld von sich‘ und dann der Widerspruch schlechthin .. ‚Man habe die widerrechtlich deponierten tausend Tonnen wieder ausgebaggert und korrekt entsorgt‘ ..

    Wenn also etwas widerrechtlich deponiert wurde und man dies dann nach dem ‚Erwischt‘ werden wieder ausbaggert, weisst mann alle Schuld von sich??

    Dreister geht‘s nicht mehr und bitte die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen, unglaublich ...

    • redeye70 16.09.2020 20:35
      Highlight Highlight Die haben wohl gute Beziehungen zu den Behörden. Man kennt sich halt auf dem Land.
  • Spookie 16.09.2020 18:01
    Highlight Highlight Entschuldigung, aber das ist nur noch zum kotzen. Wortwörtlich. Hoffen wir auf eine saubere Aufarbeitung dieses Umweltdesasters. Auch wortwörtlich gemeint.
  • Triple A 16.09.2020 17:07
    Highlight Highlight Hoffentlich werden die Verantwortlichen hart bestraft - zivil- uns strafrechtlich!
  • Notabik 16.09.2020 15:19
    Highlight Highlight Viele KMU‘s, Deponien und Industriezweige hier in der Schweiz, sind diejenigen Umweltverschmutzer, welche momentan ungeniert die hohle Hand beim Bund, als Bitsteller machen.
  • Orias Riese 16.09.2020 14:40
    Highlight Highlight Was heisst das jetzt hinsichtlich (Un-)Bedenklichkeit der Blausee-Forellen und Blausee-Lachsforellen, die verkauft (z.B. bei Coop) worden sind oder werden? Letzten Samstag waren die Aktion (aus welchen Grund?)

    Wo ist denn da noch etwas Bio an diesen Fischen?

    Vor allem:
    Wenn die Giftstoffe schon länger bekannt sind, wieso konnte Blausee AG die Fische noch verkaufen?
    Und wieso hat Blausee AG die Verbraucher nicht schon vorher gewarnt?



  • Demetria 16.09.2020 14:29
    Highlight Highlight Vor zwei Tagen dachte ich mir: phu das war ein Sommer der Korruptionsskandale, wie gut dass er vorbei ist. Noch vielleicht noch ein paar Manager die sich die Taschen füllen und die Leute feuern, aber das ist ja nun das neue "Normal". Was könnte noch viel schimmeres passieren? Ah genau, einer der schönsten Seen der Schweiz wird aus Geldgier vergiftet genau. Silly me. Aber zum Glück hat das beste Land der Welt ausschliesslich aufrechte und korruptionsfreie Staatsanwälte die auf Seiten des Volkes...oh moment mal?! ...Mist.
  • Rooobert 16.09.2020 13:06
    Highlight Highlight "Man habe die widerrechtlich deponierten tausend Tonnen wieder ausgebaggert und korrekt entsorgt."
    Einfach nur wow dieser Satz.. Wollen sie jetzt eine Medallie dafür? Es kann doch nicht sein, dass man offensichtlich gegen das Gesetz verstösst und dann noch so scheinheilig tut. Die Verantwortlichen gehören hinter Gitter! Alles Andere bringt nichts bei solch geldgierigen Aasfressern.
  • XKCD 16.09.2020 13:03
    Highlight Highlight Da denkt man, ein zweites Kölliken könne nicht mehr passieren und dann sowas. Ist das das erste mal, dass de illegal entsorgt wurde? Oder liegen da schon mehr Tonnen an Giftmüll, wo nur die Fässer noch nicht durchgerostet sind?
    • Vecchia 16.09.2020 16:15
      Highlight Highlight ein "zweites" ??

      - Lonza Deponie Gamsenried
      - Lonza Quecksilber Raron und Visp
      - PCB-Belastung Deponie La Pila, Fribourg
      - Sondermülldeponie Teuftal
      - etc.

      "Die Sanierungen der drei grossen Sondermülldeponien in Monthey, Bonfol und Kölliken sind abgeschlossen. Allerdings verbleiben immer noch über 2'500 Standorte, darunter mehrere grosse Deponien, die noch saniert werden müssen."
      Quelle: https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/altlasten/inkuerze.html
  • Vecchia 16.09.2020 12:32
    Highlight Highlight Übelst. Aber sicher nicht der einzige Fall. Die Frage ist nur, ob andere ans Licht kommen. Wer kontrolliert schon Entsorgungswege.

    "Nach mir die Sintflut", weil Geld regiert die Welt.
  • Citizen321 16.09.2020 12:21
    Highlight Highlight Auch wenn ich sonst nicht überall voll auf der grünen Linie bin, aber um unser Wasser (unsere Lebensgrundlage Nr.1) mache ich mir langsam echt Sorgen! Gut kommt da die Gewässerschutz Initiative.
  • dmark 16.09.2020 12:07
    Highlight Highlight Eine Frage hätte ich da.
    Wo wurde denn dieser Altschotter kontaminiert? Im Lötschbergtunnel?
    Dort wäre doch zuerst mal nach der Ursache zu suchen.
    Ich meine ja nur. Schotter ist ja eigentlich von Haus aus "sauber".
    • Elmas Lento 16.09.2020 16:42
      Highlight Highlight Vermutlich war es der Schotter für die Bahntrasse. Da kommt einiges zusammen, Abrieb der Räder, ab und zu tropft sicher auch etwas vom Zug runter, Schmiermittel der Zugteile und anderes...
    • dmark 16.09.2020 18:18
      Highlight Highlight @Elmas Lento:
      Danke. Die Überlegungen hatte ich auch.
      Aber solange da nur etwas herunter tropfte, dürfte das aber nicht gleich ein ganzes Gewässer umkippen lassen (zumal stark verdünnt durch Regen und über das Erdreich zum See) und auch der Abrieb der Räder, Schienen usw. müsste ja hauptsächlich Metall sein.
      Ich tippe auf Chemie - Unkrautvernichter, entlang der Gleise oder so?
      Mal schauen, ob da was untersucht und veröffentlicht wird.
    • Elmas Lento 16.09.2020 19:05
      Highlight Highlight @dmark: Wenn es der Schotter aus dem Tunnel war kann ich mir das schon vorstellen. Durch die Beschränkung des Tunnels können sich die verschiedenen Stoffe auch nicht verteilen, dadurch setzt sich alles auf dem Schotter ab. Dadurch dürfte der Schotter um einiges höher belastet sein als normal, wenn das Material dann noch auf kleiner Fläche gelagert wird gibt das schon einen hohe Konzentration an Schadstoffen. Mit Wasser wird dann der ganze "Dreck" auf einmal weg gespült.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sprain 16.09.2020 12:03
    Highlight Highlight Gibt dem BIO-Blausee-Forellenfilet aus dem Coop einen ganzen neuen Anstrich ...
  • mrgoku 16.09.2020 12:00
    Highlight Highlight oder tonnenweise influencer jeden tag...
  • sikki_nix 16.09.2020 11:45
    Highlight Highlight
    Nein es hat sicher nicht mit dem illegalen Giftmüll im Steinbruch zu tun. Das ist nur ein ganz ungüstiger Zufall. Sicherlich hat jemand anderes an einem noch unbekannten ort ebenfalls tonnenweise kontminierten Abfall illegal entsorgt und danach wieder versteckt so dass man es nicht mehr findet.

    Dieses Rausgerede geht mir so was von gegen den Strich. Wenn die Beweislage so klar ist wie hier, dann hat man das gefälligst zu akzeptieren. Glauben die vom Steinbruch eigentlich was sie sagen oder gehen die einfach nach Protokoll vor und verschliessen Augen und Ohren?
  • N. Y. P. 16.09.2020 11:21
    Highlight Highlight Es ist so lächerlich.

    Falls einer mit seiner 750 Yamaha verunfallt und 12 cl Öl auslaufen, kommen zwei Löschzüge der Feuerwehr, drei Polizeiautos, Beatrice Egli und ein Careteam.

    Werden aber 1000 Tonnen Metalle illegal entsorgt, interessiert es kein Schwein. Es wird nicht mal bemerkt. Und wieso wird nicht bemerkt, was man eigentlich bemerken müsste ? Weil das unter der Hand geregelt wurde.
    • Kalle Blomquist 16.09.2020 12:59
      Highlight Highlight Noch schlimmer. In DE gibt es Fracking. Dazu pumpt man ein Gemisch aus Chemikalien in den Boden das beim cracken des Gesteins hilft. Das gewonne Oel wird abgepumpt. Aber die Chemikalien werden dann im Boden gelassen. Laut Unternehmen gibt es keine Bedenken weil die Chemikalien tief im Boden sind. Und der Staat schaut weg, weil es kein Gesetz dafür gibt. Aber leeren sie mal 1 Liter Frittieröl auf die Strasse. Mal schauen wie schnell die Busse eintrifft. Kranke Welt in der wir leben!
    • Naraffer 16.09.2020 13:16
      Highlight Highlight Ja, ich nehme an man kennt sich.
    • HugiHans 16.09.2020 13:18
      Highlight Highlight Darum fahre ich so vorsichtig Motorrad. Beatrice Egli nach einem Unfall würde mir den Rest geben 😉 😄. Aber das Care-Team kann sich ja dann ihrer annehme 👍
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kreasty 16.09.2020 10:46
    Highlight Highlight Man weiss wo es herkommt und trotzdem kann niemand zur Rechenschaft gezogen werden?
    Umweltverschmutzungen, wie hier geschrieben, sollte viel Härt bestraft und geahndet werden!
    Finde zb auch alle Hunde sollten in einer DNA Datenbank sein und Hundhäufchen können eingeschickt werden, Kosten an Hundehalter.

    Aber Tausend Tonne hat sicher der Marcus mit dem Rucksack dort oben kurz mal Entsorgt und die Menge war soo gering, kann ja nix passieren...
    • Lothlaurien 16.09.2020 15:44
      Highlight Highlight Haha die Idee mit den Hundehaufen 😂👌
  • Francis Begbie 16.09.2020 10:39
    Highlight Highlight Und wenn es eine Busse gäbe, dann CHF 40, bedingt.

    Was für eine riesen Sauerei.
    Da gehört jemand in den Knast. Der Steinbruch muss sofort still gelegt werden. Und wer den Schaden bezahlt sollte dann auch klar sein.

    Was für eine riesen Sauerei.
  • De-Saint-Ex 16.09.2020 10:33
    Highlight Highlight "Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits“...
    BEREITS?
    Und Eintausend Tonnen... illegal?
    Es gab mal Zeiten, da wurden Brunnenvergifter .........
    Sowas zählt aber hierzulande längst als Kavaliersdelikt...
    Dafür fehlt mir jegliches Verständnis.
    • Mutzli 16.09.2020 10:49
      Highlight Highlight Was hier passiert sein scheint und wie auch sonst mit unseren Gewässern umgegangen wird ist absolut ein Skandal, aber "Brunnenvergifter" ist eine eher unglückliche Wortwahl.
      Ich weiss, dass das bisschen off-topic wirkt, aber sowohl der Begriff als auch die Idee von zu bestrafenden "Brunnenvergiftern" ist durch und durch mit Jahrhunderten von antisemitischer Propaganda und Verfolgung verknüpft.

      Ich will Ihnen auch absolut gar nicht unterstellen, Sie hätten so was antönen wollen oder im Hinterkopf gehabt, aber finde es wichtig, sich dem bewusst zu sein und besser auf den Begriff zu verzichten
    • 155West 16.09.2020 11:05
      Highlight Highlight “ Es gab mal Zeiten, da wurden Brunnenvergifter .........”

      Meinst Du damit die Juden und Leprakranke? Stimmt, denen hat man im Mittelalter öfters mal vorgeworfen Brunnen zu vergiften. Dann kam der Mob zusammen und hat sie jeweils im Rahmen eines Pogroms verbannt, zerstückelt, vertrieben...

      Ein paar Jahrhunderte später kam dann der Rechtsstaat und man hat sich darauf geeinigt, Vorwürfe und Anschuldigungen zuerst im Detail abzuklären, bevor man irgendwelche Leute für eine vermeintliche Sache bestraft.
    • De-Saint-Ex 16.09.2020 12:25
      Highlight Highlight Auweia... da habe ich vollkommen daneben gelangt. Galt zwar schon in der Antike als Verbrechen, wird aber tatsächlich (offensichtlich seit dem Mittelalter schon, hab’s nachgelesen) im Zusammenhang mit Antisemitismus gebracht.
      Danke für den Hinweis!
      Ich entschuldige mich in aller Form 🙏 !
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nik G. 16.09.2020 10:25
    Highlight Highlight Los mehr Krebserregende Stoffe in unseren Seeen und Flüssen! Lasst die Firmen ihr Zeugs irgendwo entsorgen. Spritz das gesunde Pestizid auf den Felder. Wir können dan feines Trinkwasser haben welches auch Krebserregend ist. Der Bundesrat kann dann klangheimlich einfach den Richtwert erhöhen sodass es wieder "gesund" ist. Wir können dafür den Bauern und Winzer mehr Subventionen bezahlen sodass sie die erhöhten Richtwerte auch einhalten können.
    • mstuedel 16.09.2020 15:48
      Highlight Highlight Nicht zu vergessen: Nestlé kann mit ihren Mineralwässerchen dann noch ein paar Millionen mehr an Gewinnen einfahren, weil die Leute sich nicht mehr getrauen, das Trinkwasser ab Brunnen zu trinken. Also alles im Sinne der Wirtschaftsförderung...
    • Nik G. 16.09.2020 16:00
      Highlight Highlight Ah stimmt die habe ich völlig vergessen. Trinkwasser ist ja kein Grundrecht... Zum Glück nicht dann kann man den Menschen Wasser in Flaschen verkaufen und gleichzeitig noch möglichst viel Plastik/PET in die Meere bringen.
      Ein bisschen Zynisch?
  • Chalbsbratwurst 16.09.2020 10:24
    Highlight Highlight Mir kommt es manchmal vor als wäre die Welt nur noch eine riesige Müllhalde. Es wird zwar meiste etwas Erde darüber geschüttet damit es niemand dirket sieht aber die Folgen bleiben deshalb nicht aus. Die Strafen für solche Umweltschändungen müssten drastisch erhöht werden. Ich verstehe auch nicht warum man für Littering nicht härter bestraft wird. CHF 1000.- sollte für Littering die Minimalstrafe sein da Littering in jedem Fall verhindert werden kann und nicht ausversehen passiert.
    • De-Saint-Ex 16.09.2020 10:45
      Highlight Highlight Pro weggeworfenen Zigi-Stummel bezahlt man glaub‘s 100.- Busse.
      Macht wieviel bei 1000 Tonnen Giftmüll?
    • Turbokapitalist 16.09.2020 10:58
      Highlight Highlight Nach dem Vorbild Singapur wäre mit recht. Funktioniert da ziemlich gut.
    • Dave1974 16.09.2020 11:49
      Highlight Highlight @Turbokapitalist

      Ist inzwischen ein Klischee und wurde vor 20, 30 Jahren geboren, als die Bussen noch Wirkung zeigten und wohl auch mehr kontrolliert wurde.
      Die Verbotsschilder sind ein beliebtes Mahnmal, aber auch nicht mehr.
      Man nimmt an, dass vorallem die Armee von Hinterherräumern die Leute nachlässig werden lässt.
      Im Zentrum ist das noch weniger sichtbar, aber die kaum kontrollierten Aussenbezirke sind überhaupt nicht mehr von Littering verschont.

      http://www.littering.de/kampagnen/singapur/singapur.html
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ed B 16.09.2020 10:22
    Highlight Highlight Ja, ja. Das Gift kommt und geht wie von Zauberhand...
    Man könnte meinen, im Berner Oberland leben sie immer noch in den 70er-Jahren (oder die orange Matschbirne aus Amerika regiert dort). Es wäre höchste Zeit, wenn der Bund - verantwortlich für die NEAT und damit den Lötschbergtunnel - einschreitet. Sowas geht gar nicht in der heutigen Zeit, schon gar nicht das Schwarzpeter-Spiel...
    • dan2016 16.09.2020 11:35
      Highlight Highlight @Ed B, diese Woche wurde im Parlament doch diskutiert, ob man, falls die Grenzwerte verletzt werden, KEINE Subventionen bekommen könnte.... Du musst dazu nicht ins Berner Oberland. Grenzwerte sind, unabhängig ob Autoimporteure (die machen alle 5 Jahre irgendwas ab, halten es nicht ein, jammern und man belässt es beim MeiMei), Bauern, Bauwirtschaft etc... unverbindliche Empfehlungen, die idealerweise dann eingehalten werden, wenn es sowieso nichts kostet.
    • Rosskastanie 16.09.2020 14:36
      Highlight Highlight Berner Oberland at its best....da gäbs noch andere Orte, wo man hinschauen sollte. Aber eben, eine Hand wäscht bekanntlich die andere. Und jeder Tweet der Orange löst mehr Empörung aus als so etwas hier....traurig, aber war.....
    • Roeger 16.09.2020 19:42
      Highlight Highlight Ich geh' davon aus, die Rede ist vom alten Lötschbergtunnel mit Jahrgang 1913, der gegenwärtig saniert wird (und nichts mit der NEAT [NEue AlpenTransversale] zu tun hat).
  • Keller Baron 16.09.2020 10:20
    Highlight Highlight Leider sind die Strafen für solche Vergehen viel zu gering. Falls sich der Verdacht erhärtet, sollen die verantwortlichen auch dafür bezahlen und den Schaden wieder rückgängig machen, soweit es überhaupt möglich ist.
  • PlayaGua 16.09.2020 10:19
    Highlight Highlight Ein absolute Sauerei. Und das nach Angaben der Berner Zeitung mit Marti und Vigier grosse Player beteiligt sind ist noch erschreckender.
  • wasps 16.09.2020 10:17
    Highlight Highlight Man hat illegal entsorgt, dann hat man die Sache anscheinend wieder beseitigt und ist sich keiner Schuld bewusst! Das stinkt bis zum Himmel!
  • Der Buchstabe I 16.09.2020 10:16
    Highlight Highlight "Marcel Rychen, Verwaltungsratspräsident der SHB Steinbruch Mitholz AG, ist sich keiner Schuld bewusst. «Wir weisen die Anschuldigungen der Blausee AG in aller Form zurück»(...). Man habe die widerrechtlich deponierten tausend Tonnen wieder ausgebaggert und korrekt entsorgt."

    Also weist er die Schuld von sich und gibt im nächsten Satz gleich zu, doch illegal gehandelt zu haben?
  • HugiHans 16.09.2020 10:16
    Highlight Highlight Es ist nur schon ein Skandal, das der Schotter zwischengelagert werden darf auf einem Gelände bei dem der Untergrund nicht mit entsprechenden Drainagen versehen ist, dass das Meteorwasser einer Klärstufe zuführt.

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