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Schweiz
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epa08939262 View of the inner-city of Zurich with the river Limmat and the Grossmuenster church (R), in Zurich, Switzerland, 15 January 2021. Record-breaking amounts of fresh snow have fallen in parts of Switzerland since Wednesday, with a massive impact on traffic.  EPA/ENNIO LEANZA

Zürich, so verschneit wie seit Jahren nicht mehr. Bild: keystone

Lawinentote und reduzierter öV – die Schweiz am Wochenende im eisigen Griff des Winters



Drei Lawinentote, zahllose Störungen im öffentlichen Verkehr, eine ganze Grossstadt, die sich nur langsam aus einem Schnee-Shutdown wieder aufrappelt und trotz Corona ein immenser Ansturm auf die Skigebiete: die Schweiz hat am Wochenende fest im eisigen Griff des Winters gestanden.

In Engelberg OW, auf dem Stoos SZ und auf dem Gotschna GR sind am Wochenende drei Menschen bei Lawinenunglücken ums Leben gekommen. Sie waren alle ausserhalb der markierten Pisten unterwegs. Damit stieg die Zahl der in diesem Winter in der Schweiz in Lawinen tödlich verunglückten Personen auf elf.

Am Sonntag bestand fast in der der ganzen Schweiz immer noch erhebliche Lawinengefahr. Auch für den Montag gab das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF am Sonntagabend noch Gefahrenstufe 4 (gross) für weite Teile der nördlichen Zentralalpen vom Oberwallis in die Ostschweiz heraus.

Die grosse Schneeschwemme vom Donnerstag und Freitag und die nachfolgende Kälte am Samstag haben auch im Flachland zu selten gesehenen Folgen geführt. In der Stadt Zürich fiel zwischenzeitlich der gesamte öffentliche Verkehr aus. Noch am Sonntag kämpften die Verkehrsbetriebe VBZ weiter mit den winterlichen Bedingungen. Bis am Sonntagabend konnte die VBZ den Tram- und Busbetrieb laut eigenen Angaben jedoch weitgehend wiederaufnehmen.

Grosser Andrang in Skigebieten

Zahllos waren die Störungen auf dem Netz der SBB und anderer Bahnbetriebe. Zu den häufigsten Problemen gehörten eingeschneite Züge, vereiste Stromabnehmer; nicht fahrbereite Züge wegen Einschränkungen der Sicherheitssysteme; Fahrleitungsstörungen wegen geknickter Bäume; Barrierenstörungen und Weichenstörungen. Trotz maximal verstärkten Diensten rechnete die SBB damit, dass die Einschränkungen noch weit bis in die neue Woche andauern könnten.

Andererseits zog es eine grosse Menge von Menschen in die frisch verschneiten Skigebiete. An den Talstationen und vor Ski- und Sesselliften bildeten sich zum Teil riesige Warteschlangen. Der Ansturm befeuerte die Diskussionen über eine mögliche Schliessung der Skigebiete, weil es die Schneesportler mit den Coronaregeln nicht überall immer so genau nahmen.

Verschiedene Städte und Gemeinden warnten vor den Gefahren, die von schwer schneebeladenen Bäumen ausgingen. Aus Sicherheitsgründen mussten etwa der Zugang zum St. Galler Stadtpark gesperrt werden. Die Behörden rieten vielerorts, Wälder zu meiden und sich nicht unter Bäumen aufzuhalten. Ebenso Vorsicht geboten sei entlang von Häusern wegen Dachlawinen. (sda)

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