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A flight attendant offers the passengers a piece of chocolate before the arrival in Oslo, pictured on April 12, 2013, in an Airbus A319. The Airbus A319, an aircraft of Swiss International Air Lines, flies from Zurich to Oslo and back. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Eine Flugbegleiterin offeriert den Passagieren vor der Landung in Oslo ein Stueck Schweizer Schokolade, aufgenommen am 12. April 2013 im Airbus A319. Der Airbus A319, ein Flugzeug der Schweizer Fluggesellschaft Swiss, fliegt von Zuerich nach Oslo und zurueck. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Bild aus Vor-Corona-Zeiten: Die Swiss wird für ihr Personal eine dringende Impfempfehlung aussprechen, sobald ein Impfstoff in genügend grossem Ausmass zur Verfügung steht. archivBild: KEYSTONE

Piloten und Flight Attendants der Swiss sollen nicht früher geimpft werden

Fluggesellschaften werben zunehmend mit einer komplett geimpften Crew an Bord. Die Swiss-Angestellten müssen hingegen vorerst zuwarten.

Benjamin Weinmann / Aargauer Zeitung



Airlines werben mit geimpftem Kabinenpersonal – Swiss wartet zu. Sollen Flight Attendants und Piloten prioritär eine Corona-Impfung erhalten? Im Ausland ist dies teilweise der Fall. Die Werbebotschaft hat sich gewandelt. Nach Ausbruch der Coronapandemie begannen die Fluggesellschaften weltweit, ihre Hygiene-Massnahmen an Bord zu betonen, von der Reinigung der Kabine bis hin zur Maskenpflicht.

Doch nun liegt der Fokus auf den geimpften Flight Attendants. So verschickte die arabische Airline Emirates kürzlich ein Communiqué mit dem Titel: «Sicherheit zu jeder Zeit oberste Priorität: Emirates führt ersten Flug mit vollständig geimpften Mitarbeitern durch». Auch Etihad Airways und Singapore Airlines hoffen, mit einer komplett geimpften Crew das Vertrauen von Kunden zu gewinnen.

5000 Piloten und Flight Attendants von Emirates geimpft

Per Ende Februar haben sich bei Emirates bereits rund 26'000 Angestellte – davon 5000 Piloten und Flight Attendants – mit dem Impfstoff von Pfizer-Biontech oder Sinopharm impfen lassen. Die Airline profitiert bei der Impfstoff-Vergabe von der Nähe zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, die das Impfprogramm leitet.

Und die Swiss? Zuletzt waren Gerüchte zu hören, die Swiss habe sich beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) um eine priorisierte Stellung bei der Impfstrategie bemüht. Ein Swiss-Sprecher streitet dies aber auf Anfrage ab: «Wir haben keinen derartigen Antrag an das BAG gestellt.» Dieses nimmt zum Gerücht keine Stellung, sagt aber, dass «zum heutigen Zeitpunkt» keine zusätzliche Priorisierung von Berufsgruppen vorgesehen sei.

Branchenverband fordert frühere Impfungen für Crews

Alexandre de Juniac, Chef des Branchenverbands Iata, sagte bereits im Dezember gesagt: «Wir bitten nicht darum, dass das Flugpersonal als erstes geimpft werden soll. Aber wir bitten darum, dass die Regierungen uns garantieren, dass Crews zu den bevorzugten Gruppen gehören, wenn die Impfpläne fertig sind.»

Der Swiss-Sprecher betont, dass die Airline einen sicheren Impfstoff als zentral für eine Normalisierung des Luftverkehrs erachte. Zudem erwarte man, dass gewisse Länder die Einreise von einem Impfnachweis abhängig machen werden.

Unklar sei zurzeit nicht nur, ob und wie viele Länder diese Regel einführen werden. Sondern auch, ob eine solche Pflicht nur für Passagiere oder ebenfalls für das fliegende Personal gelten werde. «Diesbezüglich würden wir es begrüssen, wenn länderübergreifende Regelungen für die Einreise etabliert werden, um einen geordneten Reiseverkehr zu ermöglichen.»

Swiss wird Impfempfehlung aussprechen

Müssen sich Crew und Kunden also auf einen Impfzwang einstellen? Der Swiss-Sprecher wiegelt ab: «Einen verbindlichen Impfnachweis sehen wir aktuell nicht vor.» In Bezug auf das Personal könne man aber nicht ausschliessen, dass für einen geordneten Betrieb eine Impfung insbesondere des fliegenden Personals erforderlich werden könnte. Sobald ein bewilligter Impfstoff in der Schweiz ausreichend verfügbar sei, werde man eine dringende Impfempfehlung für die gesamte Belegschaft aussprechen.

(aargauerzeitung.ch)

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