DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIV --- ZUR GELDPOLITISCHEN LAGEBEURTEILUNG DER SNB STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- The Swiss National Bank, SNB, photographed  Thursday, 15 January 2015, in Bern, Switzerland. The Swiss National Bank (SNB) ended the day by abandoning its exchange rate control and cut interest rates to -0.75 to send the franc soaring against the single currency.  The Swiss franc rose by almost 30 per cent against the europe after the move shocked global markets. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

Die Schweizerische Nationalbank verbucht einen Quartalsverlust von 6,68 Milliarden Franken



Die Schweizerische Nationalbank schreibt im zweiten Quartal einen Verlust von 6,7 Milliarden Franken. Hauptgrund sind Einbussen auf den Dollarbeständen. Wegen des hohen Gewinns im ersten Quartal resultiert zum Halbjahr dennoch ein Plus von 1,2 Milliarden Franken.

Die wechselkursbedingten Verluste beliefen sich von Januar bis Juni auf insgesamt 11,8 Milliarden Franken. Die Gewinne auf dem Euro konnten die Verluste auf den anderen Anlagewährungen, insbesondere auf dem US-Dollar, nicht kompensieren, wie die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Montag mitteilte.

So klingt die neue 20-Franken-Note

Video: watson/can & loro

Die US-Währung wertete gegenüber dem Franken von Anfang Januar bis Ende Juni um 6,4 Prozent ab. In der gleichen Zeitspanne legte der Euro um 2,3 Prozent zu.

Auf die europäische Währung entfallen gut 40 Prozent der Devisenreserven der SNB. Der Dollar macht rund einen Drittel aus. Kleinere Positionen hält die Notenbank auch im britischen Pfund, dem japanischen Yen und dem kanadischen Dollar.

Aktienkursgewinne helfen

Dank Zins- und Dividendenerträgen sowie Bewertungsgewinnen auf Aktien weist die Nationalbank auf den Fremdwährungspositionen trotz hoher Wechselkursverlusten einen kleinen Gewinn von 0,1 Milliarden Franken aus. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsgewinn von 0,3 Milliarden Franken. Der Gewinn auf den Frankenpositionen belief sich auf 0,9 Milliarden Franken, was insbesondere auf die erhobenen Negativzinsen zurückzuführen ist.

Um den Franken nicht zu stark werden zu lassen, hat die Nationalbank neben der Einführung der Negativzinsen vor allem ihre Euro- und Dollarbestände in den vergangenen Jahren stark erhöht und damit Anleihen und Aktien gekauft. Per Ende Juni betrugen die Devisenanlagen knapp 700 Milliarden Franken.

Den Grossteil ihrer Anlagen hält die SNB in Anleihen. Aktien machen rund einen Fünftel aus. Dazu hält die Nationalbank Gold im Wert von 40 Milliarden Franken.

Starke Schwankungen

Die aufgeblähte Bilanz hat dazu geführt, dass die Ergebnisse, je nach Kursentwicklung der Fremdwährungen und Wertschriften, starken Schwankungen unterworfen sind. So schrieb die SNB im ersten Quartal dieses Jahres einen satten Gewinn von fast 8 Milliarden Franken.

Zuvor hatte die Nationalbank bereits das Jahr 2016 mit einem Gewinn von fast 25 Milliarden Franken abgeschlossen. Dies ermöglichte ihr neben der ordentlichen Gewinnausschüttung für Bund und Kantone von einer Milliarde Franken eine Zusatzausschüttung von 700 Millionen Franken.

Ganz anders die Situation im Jahr des Frankenschocks 2015. Damals stand per Ende Jahr ein Verlust von 23 Milliarden Franken zu Buche. Wegen der Ausschüttungsreserve konnte die SNB die ordentliche Zahlung an Bund und Kantone dennoch leisten. Die Zuweisung für das laufende Geschäftsjahr wird Ende Jahr festgelegt. (nfr/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

21 Bergleute in Bergwerk in China eingeschlossen

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Umfrage: Schweizer Bevölkerung steht klar hinter Energiewende

Eine neue Umfrage legt eine hohe Akzeptanz der Schweizer Bevölkerung gegenüber der Energiewende nahe. Neun von zehn Befragten stehen hinter dem Ziel einer einheimischen, erneuerbaren und umweltfreundlichen Energieversorgung.

Demnach befürworten 96 Prozent der Befragten unbedingt oder eher das Ziel, den Strombedarf in der Schweiz künftig mit erneuerbaren Energien zu decken, wie die Schweizerische Energiestiftung (SES) am Mittwoch in einer Mitteilung zur repräsentativen Bevölkerungsumfrage bei …

Artikel lesen
Link zum Artikel