DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

10 Milliarden stehen bereit – Kantone zahlten bisher wenig Härtefall-Gelder aus

Erst 544 Millionen Franken an Corona-Härtefallunterstützung haben die Kantone bisher an Unternehmen ausbezahlt. Das Parlament hat dafür in der Frühjahressession zehn Milliarden Franken bereit gestellt.



Wie einer Webseite des Eidg. Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) und des Eidg. Finanzdepartements (EFD) zu entnehmen ist, haben die Kantone zwischen dem 26. September 2020 und dem 28. Februar dieses Jahres rund 492 Millionen Franken an A-Fonds-perdu-Beiträgen an 7207 Unternehmen ausbezahlt.

Zudem erhielten 332 Unternehmen Darlehen von insgesamt rund 52 Millionen Franken. Die Kantone zahlten damit insgesamt rund 544 Millionen Franken aus. Darin enthalten sind Beiträge des Bundes und der Kantone. Der «SonntagsBlick» berichtete zuerst darüber.

Kantone zuständig

Die Kantone sind für die Prüfung der Härtefallgesuche, die Gewährung der Darlehen und die Überweisung der Einzelbeiträge zuständig. Seit Herbst erhalten Unternehmen staatliche Unterstützung, die aufgrund der Covid-19-Pandemie Verluste erlitten.

In der Frühjahrssession stockte das Parlament das Unterstützungsprogramm von bisher zweieinhalb Milliarden Franken auf gut 10 Milliarden Franken auf. Ein Unternehmen gilt als Härtefall, wenn es einen Umsatzeinbruch von mindestens 40 Prozent verzeichnet oder während mehr als 40 Tagen behördlich geschlossen wurde.

Das Parlament verschob zudem die Frist für die Unterstützung von Neugründungen von März auf den Oktober 2020. Damit können auch spätere Neugründungen berücksichtigt werden.

Tempo variiert je nach Kanton

Die Anforderungen an die betroffenen Unternehmen und die Geschwindigkeit der Zahlungen variieren von Kanton zu Kanton. Gemäss der WBF/EFD-Internetseite zahlten die Kantone Zürich und Genf bis am 28. Februar mit je rund 75 Millionen Franken am meisten A-Fonds-perdu-Beiträge aus, gefolgt von den Kantonen Wallis (70 Millionen Franken) und Waadt (51 Millionen).

Der Kanton Bern unterstützte Unternehmen bis am 28. Februar mit knapp 35 Millionen Franken an A-Fonds-perdu-Beiträgen, gefolgt von den Kantonen Schwyz (25 Millionen Franken), Basel-Stadt (24 Millionen) und Aargau (23 Millionen). Dagegen hatten die Kantone Thurgau, Nid- und Obwalden noch kein Geld zugesichert und aus dem Kanton Zug waren keine Angaben vorhanden.

Mit rund 205 Millionen Franken ging der Grossteil der A-Fonds-perdu-Gelder an Gastronomieunternehmen, gefolgt von 76 Millionen für die Hotellerie und 55 Millionen an Reisebüros und -veranstalter.

Nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) konnten einige Kantone erst im März mit Zusicherungen und Auszahlungen beginnen. Diese seien im März jedoch schnell vorangeschritten, teilte das Seco auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Das Staatssekretariat gehe davon aus, dass die Reportingzahlen zum Stand Ende März, die Mitte April veröffentlichen würden, bedeutend höher sein werden. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Kambodscha – mit Vogelscheuchen gegen Corona

1 / 8
Kambodscha – mit Vogelscheuchen gegen Corona
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Du willst Bitcoin kaufen? Dann schau zuerst dieses Video

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Der Bund stoppt den Genderstern: «Bürger*innen» wird nicht amtlich

Die Bundesverwaltung schafft Fakten: Der Genderstern und ähnliche Schreibweisen werden bei den Behörden untersagt. Sie führten zu «einer ganzen Reihe von sprachlichen Problemen», heisst es in einer neuen Weisung.

Es ist ein Reizthema. Sollte man in der deutschen Sprache verschiedene Geschlechter besser berücksichtigen? Immer mehr Unternehmen, Hochschulen und Organisationen verwenden neue sprachliche Formen – allen voran den Genderstern. Bürger*innen, heisst es dann. Oder Wähler*innen.

Damit werde niemand ausgeschlossen, finden die einen: Frauen ebenso wenig wie Menschen, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugehörig fühlen. Die anderen befürchten, dass damit das Deutsche …

Artikel lesen
Link zum Artikel