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Schweiz
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US-Botschafter McMullen relativiert Währungsmanipulator-Einstufung



Der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in der Schweiz, Edward McMullen, hat die US-Einstufung zur Schweiz als Währungsmanipulator relativiert. Die bilateralen Beziehungen zwischen den Ländern hätten sich nicht geändert.

Dies sagte er in einem Interview vom Freitag mit «Le Temps». An den Beziehungen würde auch die Klassifikation der Schweiz in einem Bericht des US-Finanzministeriums als Währungsmanipulator nichts ändern, betonte der US-Spitzendiplomat.

Es sei «ein rein mechanischer Entscheid», sagte er weiter. «Es gibt drei Kriterien, die definieren, ob ein Land seine Währung manipuliert oder nicht. Dies basiert auf Fakten. Die Schweiz hatte bereits zwei Kriterien erfüllt und nunmehr erfüllt sie drei», erklärte McMullen weiter. Die Vereinigten Staaten seien daher verpflichtet, diese Einstufung so vorzunehmen, fügte er hinzu.

Edward McMullen, US-Botschafter fuer die Schweiz, spricht bei einer Pressekonferenz anlaesslich einer Vereinbarung zwischen dem Tessiner Startup-Unternehmen DAC System und der amerikanischen Firma Dielectric, am Mittwoch, 21. Oktober 2020, im Manno. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

US-Botschafter Edward McMullen versichert, dass der Entscheid keine Auswirkungen auf die Beziehung zwischen den zwei Ländern habe. Bild: keystone

Der Ton macht die Musik

Der Botschafter bekräftigte aber, dass es ihm gelungen sei, die Verantwortlichen im US-Finanzministerium über das besondere Umfeld der Schweiz zu informieren, was sich in dem Bericht bereits widerspiegele. «Vergleichen Sie es mit dem Ton, den dieselbe Regierung verwendet hat, als China vor einigen Monaten auf derselben Liste stand», forderte der US-Regierungsvertreter in Bern auf. Die USA respektieren und bewunderten die Schweiz, unterstrich der US-Botschafter in der Schweiz zudem.

Neben alldem zeigte er sich au für ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der Schweiz zuversichtlich. «Es gibt auch einen langen Dialog über das Freihandelsabkommen, der fortgesetzt wird», sagte er diesbezüglich. McMullen habe vergangene Woche im Weissen Haus ein «sehr positives» Gespräch zu diesem Thema geführt, hiess es weiter. «Ob im Kongress, im Senat oder im Aussenministerium – wir sind vom Wert dieses Freihandelsabkommens überzeugt», betonte er. (saw/sda)

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