DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bundesraetin Karin Keller Sutter, Mitte, Regierungspraesidentin Nathalie Barthoulot.Praesidentin der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK), links, und Regierungsrat Fredy Faessler.Praesident der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD), rechts, bei der Unterzeichnungszeremonie Dialog Haeusliche Gewalt, am Freitag, 30. April 2021, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Karin Keller-Sutter bei der Unterzeichnungszeremonie der «Roadmaps» gegen häusliche Gewalt. Bild: KEYSTONE

Karin Keller-Sutter stellt «Roadmap» gegen häusliche Gewalt vor – 2 Punkte dazu

Ein Notfallknopf und eine bessere Zusammenarbeit: Justizministerin Karin Keller-Sutter hat mit Vertretern von Bund und Kantonen Massnahmen gegen häusliche Gewalt zusammengetragen. Ein Überblick in zwei Punkten.



Am Freitag steckte die Justizministerin Karin Keller-Sutter mit Vertretern von Bund, Kantonen und privaten Organisation die Köpfe zusammen. Der Dialog zum Thema «Häusliche Gewalt» hatte zum Ziel, Massnahmen zusammenzutragen, die Opfer von häuslicher Gewalt effektiver schützen.

Am Freitagnachmittag präsentierte Keller-Sutter an einer Pressekonferenz die erarbeitete «Roadmap» von Bund und Kantonen. Insgesamt sind darin zehn Handlungsfelder mit entsprechenden Massnahmen enthalten. Die vollständige «Roadmap» findest du hier. Folgend die zwei wichtigsten Punkte.

Zahlen zu häuslicher Gewalt

Im Jahr 2020 hat die Polizei rund 20'000 Straftaten im Bereich der häuslichen Gewalt registriert, schreibt das Bundesamt für Statistik (BFS). Rund 28 Personen wurden getötet.

Frauen sind viel häufiger die Geschädigten von häuslicher Gewalt: Von allen verzeichneten Fällen, waren 2019 70 Prozent Frauen.


Notfallknopf und zentrale Telefonnummer

Die «Roadmap» fordert bei den technologischen Möglichkeiten konkrete Massnahmen: Die Kantone wollen in einem Pilotprojekt den Opfern von häuslicher Gewalt einen Notfallknopf zur Verfügung stellen. So sollen die Betroffenen einfacher nach Hilfe rufen können.

Weiter sollen Opfer einen leichteren Zugang zur Beratung erhalten. Die Diskussion um eine zentrale Beratungstelefonnummer, die rund um die Uhr Hilfe anbieten, lebte besonders während der Pandemie neu auf. Die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und -direktoren will nun prüfen, wie man eine solche zentrale Telefonnummer umsetzen kann.

Bedrohung früher erkennen

Dass man heikle Situationen früh erkenne, sei der Schlüssel zur Verhinderung von Gewalttaten, heisst es in der «Roadmap». In diesem Zusammenhang wollen Bund und Kantone zum einen den Informationsaustausch zwischen den Behörden und den Institutionen stärken und deren Massnahmen miteinander koordinieren.

Zum anderen wollen Bund und Kantone zukünftig stärker sensibilisieren: Neben Opfern und Tätern soll auch die Gesamtbevölkerung stärker informiert werden. Konkret wollen die Behörden Sensibilisierungsprojekte unterstützen und fördern, so etwa in den Schulen.

Ein «Meilenstein»

Die Roadmap sei ein Meilenstein in der Umsetzung der Istanbul-Konvention, heisst es in der Medienmitteilung. Die Massnahmen umzusetzen werde Teil des Nationalen Aktionsplans sein, den das Parlament im Rahmen der Legislaturplanung 2019 - 2023 beschlossen hat.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Erzählungen über sexuelle Gewalt auf Instagram

1 / 12
Erzählungen über sexuelle Gewalt auf Instagram
quelle: watson / watson
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

«Vergewaltigung passiert meistens im eigenen Umfeld» – Eine Betroffene erzählt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

CO₂-Gesetz könnte kippen: Städte verzeichnen tiefe Stimmbeteiligung

Die Städte melden tiefe Stimmbeteiligungen. Das CO2-Gesetz wird angesichts Umfragewerte durch die Schlussmobilisierung entschieden werden.

Am kommenden Sonntag steht fest, wie sich die Klimapolitik der Schweiz entwickeln wird. Die Stimmbevölkerung entscheidet in einem Referendum über das CO2-Gesetz, dessen Chancen derzeit alles andere als gut stehen. Dies zeigen die repräsentativen Umfragen von gfs.bern und SRF, die vor der Abstimmung veröffentlicht wurden.

Gründe für die schlechten Chancen dürften in der urbanen, städtischen Bevölkerung zu finden sein: Diese befürwortet zwar gemäss jüngsten Umfragen mehrheitlich das …

Artikel lesen
Link zum Artikel