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Villars-Epeney

Willkommen im einzigen Dorf der Schweiz, das Ende 2018 genau 100 Einwohner zählte: Villars-Epeney bei Yverdon. So oder ähnlich würde wohl auch die 100-Einwohner-Schweiz aussehen. bild: google.maps

Stell dir vor, die Schweiz hätte nur 100 Einwohner – so würde sie aussehen

Wenn die Schweiz ein Dorf mit 100 Einwohnern wäre: Wie viele davon wären Aargauer und wie viele hätten über zwei Millionen Franken auf der hohen Kante? Eine kleine Zahlenspielerei zum Jahresabschluss.



Neuste Zahlen von zeigen: 8'544'527 Menschen leben in der Schweiz. Doch wer sind diese Menschen? Wo wohnen sie, wie sprechen sie, was glauben sie?

Wir haben die Schweizer Bevölkerung auf ein Dorf mit 100 Menschen runter gerechnet. Das sind seine Einwohner:

Mehr Frauen als Männer

quelle: bundesamt für statistik

Genaugenommen sind die Frauen mit 4'307'406 zu 4'237'121 Männern in der Überzahl. Das macht «nur» 50,4% der Bevölkerung. Um die Mehrheit darzustellen, rundeten wir hier auf 51% Frauen auf.

Fast gleich viel Junge wie Alte

quelle: bundesamt für statistik

Die Jungen und Alten in der Schweiz halten sich praktisch die Waage. Im Vergleich zu 2012 gab es hier kaum eine Veränderung.

Zwei Ausländer mehr

quelle: bundesamt für statistik

In unserem Dorf leben 25 Menschen ohne Schweizer Pass. Das sind zwei mehr als noch 2012.

So könnte man die Menschen auf die Schweiz verteilen:

Italiener und Deutsche liegen vorne

quelle: bundesamt für statistik

Der Mix der Nationalitäten hat sich seit 2012 kaum verändert. Noch immer sind Deutsche und Italiener mit je vier Menschen die häufigsten Ausländergruppen.

Mehr Konfessionslose als Reformierte

Zahlen von 2017. quelle: Bundesamt für Statistik

Auch in unserem Dorf laufen den Landeskirchen die Schäfchen weiterhin davon. Waren es beispielsweise 1970 noch 49 Prozent Evangelisch-Reformierte, sind es jetzt nur noch deren 24. Damit ist die Gruppe der Konfessionslosen gar um einen Einwohner grösser.

Die Englischsprachigen legen zu

Zahlen von 2017. quelle: bundesamt für Statistik

54 Einwohner bezeichnen Deutsch (Hochdeutsch oder Schweizerdeutsch als ihre Muttersprache. 2012 waren dies noch 64. Vor allem Englischsprachige haben in den letzten Jahren sehr zugenommen. War es 2012 noch einer, sind es jetzt deren 4.

Mehr Zürcher als Waadtländer und Aargauer zusammen

quelle: Bundesamt für Statistik

Die Vertreter verschiedener Kantone (gäbe es die bei 100 Einwohnern überhaupt noch?) haben sich gegenüber 2012 kaum verändert. 18 Zürcher würden in unserem Dorf das grösste «Viertel» ausmachen, danach folgen die Berner mit 12. Zusammen mit den Waadtländern, Aargauern und St.Gallern machen sie schon über die Hälfte der Einwohner aus. Einwohner aus den Halbkantonen, aus Glarus und aus Uri mögen es uns verzeihen: Wir haben euch zusammengelegt.

In unserem Dorf leben vor allem Städter und Agglo-rianer

Zahlen von 2017. quelle: EDA

Das klingt jetzt noch paradoxer, als die Kantonsaufteilung: 85 unserer Einwohner sind Städter und Agglobewohner, die anderen leben auf irgendwelchen Weilern rund um unser schönes Dorf.

Die Dorfbewohner leben zur Miete

Andere: Wohnung wird von einem Verwandten oder Arbeitgeber kostenlos zur Verfügung gestellt, Dienstwohnung, Pächter/in. Zahlen von 2017. quelle: bundesamt für statistik

26 Dorfbewohner besitzen ein Häuschen, 12 eine Wohnung. Die Mehrheit wohnt jedoch weiterhin zur Miete in unserem Ort.

Nur zwei sind arbeitslos

quelle: bundesamt für statistik

In unserem Dorf sind nur zwei Personen arbeitslos. Allerdings gilt es hier zu beachten, dass diese Zahl höher ausfällt, wenn man sie wie üblich nur mit der erwerbstätigen Bevölkerung in Beziehung setzt.

Zwei besitzen über zwei Millionen

Zahlen von 2015. quelle: eidgenössische Steuerverwaltung

Millionäre wohnen nicht viele bei uns: Ein Reinvermögen von über zwei Millionen versteuern nur zwei Personen. 37 Personen sind (noch) nicht steuerpflichtig.

Nur einer hat keinen Abschluss (neben den 14, die dafür noch zu jung sind)

Sekundarstufe I umfasst die dreijährige Schulzeit nach der Primarstufe. Sekundarstufe II umfasst das Gymnasium, Fachmittelschulen und die Berufsschule. Tertiärstufe umfasst universitäre Hochschulen, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen, eidgenössische Berufsprüfungen und Abschlüsse höherer Fachschulen. Zahlen von 2017. quelle. bundesamt für statistik

Während 15 Personen nicht oder noch nicht in einer Ausbildung stecken, hat fast ein Drittel eine tertiäre Ausbildung hinter sich.

Wir sind meist ledig

quelle: bundesamt für statistik

Fast die Hälfte unserer Einwohner ist ledig. Nur zwei weniger (42) haben sich in den Hafen der Ehe gewagt.

BONUS: Geburten und Todesfälle

Übrigens: Pro Jahr würde in unserem Dorf ein Kind geboren werden und jemand sterben. Die Einwohnerzahl bliebe also in unserem kleinen Dorf konstant – wenn wir die Zuzüger ausblenden.

Daten und Quellen

Die Daten stammen – wo immer möglich – vom Bundesamt für Statistik per 31. Dezember 2018. Ausnahmen sind entsprechend gekennzeichnet.

Wir rechneten schon vor fünf Jahren die Schweiz auf ein Dorf mit 100 Einwohnern herunter. Die Zahlen damals stammten vom 31. Dezember 2012.

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Diese 16 unbekannten Highlights würden wir um unser Dorf herum verstreuen:

Den Limmernsee würden wir dann grad neben unser Dorf verpflanzen:

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