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Bild: youtube

Wie weiter mit «The Grand Tour»? Nun reden Clarkson, Hammond und May

Was machen eigentlich die drei Querköpfe von «The Grand Tour»? Drei Interviews geben (etwas) Aufschluss.



Seit ihrer Lancierung anno 2016 gilt «The Grand Tour» als eine der absoluten Erfolgssendungen des Streamingdienstes Prime Video. Drei Staffeln wurden produziert, eine vierte begonnen; insgesamt 40 Episoden rund um den Globus. Und nun wartet die Welt gespannt darauf, wie es weitergeht. Nicht zuletzt deshalb, weil sich in jüngeren Episoden ab und an einmal eine klitzekleine Unlust beim Moderatoren-Trio Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May bemerkbar machte. Scripted reality hin oder her, irgendwie fühlte es sich an, als wäre der Schnauf etwas draussen.

Doch weiterhin sucht man vergebens drei ähnliche Charakterköpfe, die eine ähnliche Chemie besitzen – weshalb die Weiterführung von «The Grand Tour» nie eine Frage von ‹ob›, sondern bloss von ‹wann› und – Covid sei Dank – ‹wie› war.

Nun hat Mike Fernie vom Online-Portal Drivetribe mit den drei Moderatoren gesprochen (separat, natürlich – Lockdown, kännsch?) und sie allerlei gefragt. Das Wichtigste voraus:

Hört sich nach einem Spass an. Und nun zu den einzelnen Herren:

Richard Hammond

Richard «The Hamster» Hammond hat das vergangene Jahr über immer wieder kleinere Drivetribe-Videos veröffentlicht und dabei stets verkündet «I'm really enjoying my midlife crisis». Wie dieses neuste Interview zeigt, scheint er in seiner neu gefundenen Rolle als kauziges Landei regelrecht aufzugehen. Gummistiefel, Barbour-Jacke und Schiebermütze inklusive. Was er in letzter Zeit so gemacht habe? Er habe viel Gartenarbeit verrichtet – mit durchzogenem Erfolg. Ansonsten bastelt er an seinen diversen Oldtimerautos weiter wacker herum. Mike stellt ihm zum Abschluss folgende Frage (welche die anderen beiden Moderatoren ebenfalls gestellt bekommen):

«Wenn du einen Blankoscheck hättest, keine Zeiteinschränkungen und keine sonstigen Vorgaben, und du damit jede beliebige Videoserie, Dok oder Film machen könntest, wofür würdest du dich entscheiden?»

Eine spannende Frage, denn die Antworten sagen jeweils sehr viel über die Präsentatoren aus. Hammonds Antwort:

«Meine Pensionierung.»

Jeremy Clarkson

Clarkson scheint den Lockdown in seiner neuen Rolle als Bauer auf seiner Diddly Squat Farm zu geniessen. Um Letzteres geht es auch in seiner neusten TV-Show «I Bought the Farm», die im Juni herauskommt:

«Es ist wie nichts, das ich bisher gemacht habe. Es ist ungemein freundlich und gesittet. Niemand fällt um oder fängt Feuer, nichts explodiert. Es ist schlicht ein erstaunlich freundlicher Blick aufs Bauer-Sein. Und man lernt interessante landwirtschaftliche Fakten.»

Zur nächsten «The Grand Tour»-Episode:

«Ich würde es ‹Clarkson, Hammond & May Unplugged› nennen. Da wir nicht im Ausland sind und es nicht mit extremen Wetterbedingungen oder extremem Terrain zu tun haben, bekommt ihr uns drei, die das machen, was wir vor Jahren gemacht haben: Wir sind in England bzw. Schottland, es ist etwas kalt und es regnet viel.»

Des Weiteren moderiert er weiterhin die Gameshow «Who Wants to Be a Millionaire». Und Ende April wird die nächste «Grand Tour»-Episode gedreht, die (aus naheliegenden Gründen) nochmals in Grossbritannien spielen wird.

Und zur Blankoscheck-Frage:

«Ich würde zwei Kumpels auftreiben, um die Welt reisen und anderer Leute Autos fahren ... in Sachen reinfahren.»

James May

Nun zu James May, der mit seinen zahlreichen Foodtribe- und Drivetribe-Kurzvideos die wohl beständigste Online-Präsenz hingelegt hat. Unter anderem: Er hat die relativen Vor- und Nachteile von Wasserstoffautos vs Elektroautos diskutiert, ein Velo gebaut, Sandwich-Rezepte der Siebzigerjahre getestet, die Kochsendung «Oh Cook!» mitsamt Kochbuch veröffentlicht, ein Pub gekauft und ist nebenbei zu einem amtlichen Meme avanciert:

james may cheese meme https://www.reddit.com/r/thegrandtour/comments/h785zc/cheese/

Bild: reddit

Ausgerechnet er behauptet, «nicht viel gemacht» zu haben, ... um dann, in typischer James-May-Manier, wortreich das angebliche Nichtstun zu beschreiben.

Des Weiteren: Eigentlich würde eine weitere Reise-Show wie (das grandiose) «Our Man In Japan» für Prime Video anstehen, doch dies ist, solange die Pandemie andauert, eine Unmöglichkeit. Fünf mögliche Destinationen sind aber in der Pipeline, alle fertig recherchiert, und warten nur darauf, grünes Licht zu erhalten.

Die Blankoscheck-Frage:

«Etwas Ruhiges, Introvertiertes ... etwas über Musik oder Holzarbeiten. Oder ein Tierheim. Ich würde gerne in einem Tierheim arbeiten. Ein Ort voller freundlicher, knuddeliger Tiere, die ich besuchen könnte. Esel, Pferde, Hunde, Katzen und Hasen.»

Fassen wir also zusammen: Hammond mag nicht mehr und möchte mit Hund und Gummistiefel in den Ruhestand. Jeremy ist derselbe Proll wie eh und je – Bauernhof hin oder her. Und James May ist weiterhin der Grösste, der uns bestimmt in den kommenden Jahren mit etlichen spannenden Reisedokus und anderem beglücken wird. Freuen wir uns!

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Jeremy Clarksons derbste Sprüche

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Jeremy Clarksons derbste Sprüche
quelle: getty images europe / wpa pool
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