DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Schweizer Turnerin Ariella Kaeslin, links, nach dem Bodenturnen, zusammen mit ihrem Trainer Fabien Martin, am Freitag, 7. September 2007, anlaesslich des Mehrkampf Finals, am Freitag, 7. September 2007, bei den Weltmeisterschaften im Kunstturnen in Stuttgart. (KEYSTONE/Eddy Risch)

Fabien Martin war bereits Trainer von Ariella Kaeslin. Bild: KEYSTONE

Magglingen-Protokolle: Angeschuldigter Fabien Martin hat «kein schlechtes Gewissen»

Das von der im Herbst einberufenen Ethikkommission noch hängige Verfahren gegen den Schweizer Frauen-Nationaltrainer Fabien Martin aufgrund von Anschuldigungen ehemaliger Athletinnen belastet diesen. Der Franzose ist sich aber keiner Schuld bewusst.



Eine Woche vor Beginn der Heim-Europameisterschaften in Basel äusserte sich Fabien Martin erstmals öffentlich zu den Vorwürfen, die im letzten Herbst in den vom «Magazin» veröffentlichten «Magglingen-Protokolle» zwei ehemalige Turnerinnen des Nationalkaders gegen ihn erhoben hatten. «Ich habe kein schlechtes Gewissen – zu 100 Prozent nicht», sagte Martin.

«Ich weiss, wie ich im Training bin - und die Athletinnen auch, wie sie es ja in ihrem Brief kundgetan haben», so der Franzose. Er habe Vertrauen in die Ethikkommission, dass diese sich ein neutrales Bild machen werde. Bereits vor einigen Monaten habe er dieser seine volle Kooperation zugesichert. «Sie hat nun entschieden, den Fall erst nach der EM abzuschliessen.»

Die zwei ehemaligen Athletinnen Lynn Genhart und Fabienne Studer hatten Ende Oktober im «Magazin» die herrschende Atmosphäre am Nationalen Sportzentrum kritisiert und gegen Martin schwere Vorwürfe erhoben. Sie sprachen von einer Angstkultur, die in Magglingen herrsche, zudem habe Martin sie unter anderem mit Kommentaren zum Essverhalten und zum Körpergewicht fertig gemacht.

«Wir trainieren gerne unter ihm.»

Stefanie Siegenthaler

Er wisse gar nicht im Detail, was in den «Magglinger Protokollen» stehe, sagte Martin. Den beiden Athletinnen sei er aber nicht böse. Kunstturnen sei ein schwieriger Sport, in dem es viele und nicht immer einfache Gespräche gebe. Alle würden den Umgang miteinander anders erleben, so Martin, der 2017 die Nachfolge von Zoltan Jordanov angetreten hat. Es sei nicht einfach, das Ganze zu verdrängen, «aber ich muss es».

 Turn WM Stuttgart 2019 SIEGENTHALER Stefanie SUI - Turn-WM 2019 Stuttgart bei der Turn WM Stuttgart 2019. Stuttgart. 05.10.19 Turnen WM , Stuttgart Baden Wuerttemberg Deutschland  Gymnastics WM Stuttgart 2019 SIEGENTHALER Stefanie SUI Gymnastics WM 2019 Stuttgart at the Gymnastics WM Stuttgart 2019 Stuttgart 05 10 19 Gymnastics WM , Stuttgart Baden Wuerttemberg Germany

Stefanie Siegenthaler steht hinter ihrem Trainer. Bild: imago images/masterpress

Unterstützung erhält Martin von seinen Athletinnen, die sich nach dem Auftreten der Vorwürfe in einem öffentlichen Brief hinter ihren Trainer gestellt haben. «Wir trainieren gerne unter ihm», sagte Stefanie Siegenthaler vor Beginn der EM in Basel. «Wir merken, dass die Geschichte ihn belastet, aber er ist trotzdem motiviert.» Sie seien froh, dass Martin weitergemacht habe, so Siegenthaler. «Das Ganze hat uns noch mehr zusammengeschweisst.» (nih/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Flug-Show der Turnerinnen an der EM 2018 in Glasgow

1 / 19
Die Flug-Show der Turnerinnen an der EM 2018 in Glasgow
quelle: ap/pa / john walton
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Turner feiern ihre Abstürze – der #GymnasticsFailChallenge

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Weil die NHL-Justiz versagt, eskaliert das Spiel zwischen den Rangers und den Capitals

Vor zwei Tagen flogen zwischen den New York Rangers und den Washington Capitals die Fetzen. Capitals-Stürmer Tom Wilson schlug den am Boden liegenden Pavel Buchnevich an den Hinterkopf. In der daraus entstehenden Rangelei zog er den Rangers-Superstar Artemi Panarin an den Haaren zu Boden, wo der Russe hart auf dem Eis aufschlug. Für Panarin ist die Saison aufgrund der Verletzung beendet.

Spieler und NHL-Beobachter waren entrüstet ob der Szene und erwarteten eine saftige Sperre für …

Artikel lesen
Link zum Artikel