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United States' Megan Rapinoe, left, talks to her teammate Alex Morgan, right, after winning the Women's World Cup final soccer match between US and The Netherlands at the Stade de Lyon in Decines, outside Lyon, France, Sunday, July 7, 2019. (AP Photo/Alessandra Tarantino)

Megan Rapinoe und Alex Morgan sind die Vorkämpferinnen in der Gender-Debatte im Frauen-Fusball. Bild: AP

«Equal-pay»-Debatte: US-Verband zahlt Frauen-Nationalteam mehr als den Männern



Der Fussballverband der USA hat nach eigenen Angaben dem Nationalteam der Frauen in den vergangenen Jahren mehr Geld zukommen lassen als den männlichen Kollegen.

Der US-Verbandspräsident Carlos Cordeiro teilte in einem Brief mit, dass die Frauen-Nationalmannschaft zwischen 2010 und 2018 insgesamt 34.1 Millionen Dollar (knapp 34 Millionen Franken) an Gehalt und Spielboni erhalten habe. Den Männern wurden in diesem Zeitraum lediglich 26.4 Millionen Dollar bezahlt. In diesen Leistungen sind keine Gelder enthalten, die nur Frauen zum Beispiel für die Gesundheitsversorgung bekommen.

28 US-Nationalspielerinnen hatten im März eine Bundesklage auf «institutionalisierte geschlechtsspezifische Diskriminierung» eingereicht und eine ungerechte Entschädigung im Vergleich zu den Männern moniert. Unter anderem hätten die Frauen nur 15'000 Dollar Prämie für das Erreichen der WM-Endrunde 2015 bekommen, die Männer dagegen im Jahr 2014 55'000 Dollar pro Spieler. Beide Seiten haben sich inzwischen daraufhin geeinigt, eine aussergerichtliche Lösung des Konflikts anzustreben.

Auch wenn die erfolgreicheren Frauen, die zuletzt bei der WM in Frankreich zum vierten Mal den Titel geholt hatten, in den letzten acht Jahren laut dem Verband mehr verdient haben, so seien die Männer beim Umsatz erfolgreicher, heisst es beim amerikanischen Verband.

Fans fordern an WM gleiche Bezahlung:

«Equal-pay»-Rufe auch an der Parade:

Während die Frauen zwischen 2009 und 2019 bei insgesamt 238 ausgetragenen Spielen 101.3 Millionen Dollar generiert hatten, kamen bei den Männern im selben Zeitraum 185.7 Millionen Dollar in 191 Spielen zusammen.

Molly Levinson, Sprecherin der US-Frauen, nannte den Brief in einer ersten Reaktion «einen traurigen Versuch des Verband, die überwältigende Welle der Unterstützung zu unterdrücken, welche die US-Frauen zuletzt erhalten haben». Der Verband habe zuvor wiederholt zugegeben, dass die Frauen nicht gleich bezahlt würden.

Ein Vergleich der Entschädigung zwischen den beiden US-Teams ist generell schwierig, da sie auf unterschiedlichen Tarifverträgen beruht. Zum Beispiel haben die Spielerinnen des Frauenteams ein Grundgehalt, während die Männer nach Spielen und Leistung bezahlt werden. (pre/sda)

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