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Vaduz? Gabriel Luechinger, links, gegen Sions Ayoub Abdellaoui, im Fussball Super League Spiel zwischen dem FC Vaduz und dem FC Sion, am Sonntag, 11. April 2021, im Rheinpark Stadion in Vaduz. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Vaduz ist gegen Sion stets einen Schritt schneller. Bild: keystone

Vaduz schiesst Sion näher an den Abstieg – YB holt Meisterball – FCZ verliert

Die Young Boys revanchieren sich beim FC St. Gallen für die Cup-Niederlage und machen in der 28. Runde mit dem 2:0-Heimsieg gegen die Ostschweizer den zweitletzten Schritt zum vierten Titel in Folge. Sportlich noch grössere Bedeutung als der Sieg der Young Boys hat Vaduz' Erfolg im Heimspiel gegen Sion.



Young Boys – St.Gallen 2:0

Bereits am Samstagabend war klar gewesen, dass am Sonntag im Stade de Suisse noch nicht die Champagner-Korken knallen werden. Da sich die Young Boys innerhalb von 72 Stunden nicht ein zweites Mal von St. Gallen düpieren liessen, bietet sich ihnen nun am nächsten Sonntag aber der erste Matchball.

Christopher Martins belohnte seine Mannschaft nach gut einer Stunde mit dem 1:0, als er einen Corner von Marvin Spielmann mit einem wuchtigen Kopfball verwertete. Jean-Pierre Nsame sorgte unmittelbar nach seiner Einwechslung mit seinem 15. Saisontor für die Entscheidung (83.).

St. Gallen war ohne seinen gesperrten Captain Jordi Quintilla nicht in der Lage, den Favoriten noch einmal ernsthaft zu fordern. Je länger die Partie dauerte, desto überlegener agierte das Heimteam, das in der Super League seit nunmehr 18 Spielen ungeschlagen ist.

YBs Christopher Martins, Mitte, erzielt das Tor zum 1-0, im Super League Spiel zwischen dem BSC Young Boys Bern und dem FC St. Gallen, am Sonntag 11. April 2021 im Stadion Wankdorf in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Christopher Martins steigt am höchsten und erzielt sein erstes Saisontor für YB. Bild: keystone

Young Boys - St. Gallen 2:0 (0:0)
SR Jaccottet.
Tore: 62. Martins (Corner Spielmann) 1:0. 83. Nsame (Elia) 2:0.
Young Boys: Von Ballmoos; Maceiras (81. Hefti), Lustenberger, Zesiger, Garcia; Fassnacht, Martins (77. Aebischer), Lauper, Spielmann (73. Elia); Siebatcheu (81. Camara), Mambimbi (81. Nsame).
St. Gallen: Zigi; Cabral, Stergiou, Fazliji, Muheim; Stillhart (80. Babic); Görtler, Youan (58. Nuhu); Ruiz (49. Guillemenot); Adamu, Duah (58. Staubli).
Bemerkungen: YB ohne Petignat (verletzt), St. Gallen ohne Quintilla (gesperrt), Abaz, Kräuchi, Letard, und Traoré (alle verletzt).
Verwarnungen: 21. Siebatcheu (Reklamieren). 23. Lustenberger (Foul). 40. Muheim (Foul). 44. Youan (Foul). 63. Cabral (Foul).

Zürich – Servette 1:2

In der 82. Minute brachte Zürichs Trainer Massimo Rizzo Marco Schönbächler ins Spiel. Der Routinier benötigte nur drei Minuten, um dem FCZ die beiden aufregendsten Szenen des Spiels zu bieten. Zuerst sah er einen Abschluss aus kurzer Distanz von Servettes Captain Anthony Sauthier auf der Linie abgewehrt, und gleich danach erzielte er aus spitzem Winkel das 1:2. Nur Schönbächler schien an dem Nachmittag das Rezept zu kennen, wie der Defensive der Genfer beizukommen war.

In der ersten Minute der zweiten Halbzeit nutzte Alex Schalk einen idealen Pass von Théo Valls, um den Zürcher Goalie Yanick Brecher mit einem Flachschuss aus spitzem Winkel zum Führungstor zu überwinden. Nach 67 Minuten wechselte Servettes Trainer Alain Geiger die Offensiven Kastriot Imeri und Koro Koné ein. Keine zwei Minuten später traf Imeri auf einen Querpass von Koné mit einem unhaltbaren, gewaltigen Schuss aus über 25 Metern.

Im Ganzen, über weite Strecken unansehnlichen Spiel waren die Zürcher nahezu ebenbürtig. Die Tore machten den Unterschied aus.

Jubel bei den Spielern von Servette FC im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und Servette FC im Letzigrund, am Sonntag, 11. April 2021, in Zuerich. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Servette siegt im Letzigrund. Bild: keystone

Zürich - Servette 1:2 (0:0)
SR Piccolo.
Tore: 46. Schalk (Valls) 0:1. 69. Imeri (Koné) 0:2. 85. Schönbächler (Kololli) 1:2.
Zürich: Brecher; Wallner (91. Seiler), Hekuran Kryeziu, Omeragic, Aliti; Dzemaili, Domgjoni; Tosin, (82. Schönbächler) Marchesano (72. Gnonto), Ceesay (72. Kramer); Kololli.
Servette: Frick, Sauthier, Rouiller, Sasso, Clichy; Cespedes (89. Severin); Valls, Cognat (89. Mendy); Stevanovic (79. Fofana), Kyei (67. Koné), Schalk (67. Imeri).
Bemerkungen: Zürich ohne Doumbia, Rohner (beide gesperrt), Sobiech, Nathan, Winter und Khelifi (alle verletzt). Servette ohne Antunes und Henchoz (beide verletzt).
Verwarnungen: 20. Cespedes (Foul), 38. Dzemaili (Foul), 40. Domgjoni (Foul), 50. Schalk (Foul), 83. Fofana (Foul), 94. Severin (Foul).

Vaduz – Sion 3:0

Ein Fussballspiel dauert 90 Minuten. Stimmt nicht immer. In Vaduz dauerte es eigentlich nur 9 Minuten, höchstens 15 Minuten. Das kam so: 75 Minuten lang war es ein typisches 0:0-Spiel zwischen dem Letzten und dem Vorletzten der Super League. Ein Kopfball von Sions Verteidiger Jan Bamert an die Latte in der Startphase war der einzige Aufreger.

«Es war ein sehr wichtiges Spiel. Wir hatten mehr länge in den Bällen und konnten besser in die Tiefe spielen und mehr Risiko nehmen.»

Gabriel Lüchinger, FC Vaduz.

Dann kippte das Spiel (und vielleicht die ganze Saison) innerhalb von neun Minuten auf die Seite der zuvor eher schwächeren Vaduzer. Gabriel Lüchinger nach einem Corner (75.), Bamert mit einem unglücklichen Eigentor (79.) und Dejan Djokic (84.) schossen den Aufsteiger zum dritten Sieg in Folge.

Es waren die Minuten, welche für Sion den Tiefpunkt einer ohnehin schon pitoyablen Saison bedeuteten. Weil kurz nach dem ersten Gegentor der Mittelfeldspieler Baltazar vom Platz gestellt wurde, waren die Walliser zu keiner Reaktion fähig - im Gegenteil: Sie fielen ganz auseinander.

«Es war ein mental wichtiges Spiel und wir haben das total verpasst. Wir hatten eigentlich die Kontrolle und haben Vaduz durch dumme Fehler ins Spiel kommen lassen. Unsere Reaktion war dann einfach irgendetwas. So geht das sicher nicht.»

Matteo Tosetti, FC Sion

Nun braucht es ein kleines Wunder. Sion benötigt in acht Spielen sechs Zähler um allein schon auf die aktuelle Punktezahl von Vaduz und Luzern zu kommen. Für die letzten sechs Punkte brauchte Sion neun Spiele. Nach 15 Jahren kommt der Abschied aus der Super League näher.

Sions Cheftrainer Marco Walker im Fussball Super League Spiel zwischen dem FC Vaduz und dem FC Sion, am Sonntag, 11. April 2021, im Rheinpark Stadion in Vaduz. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Für Sion-Trainer Marco Walker wird die Lage noch ungemütlicher. Bild: keystone

Vaduz - Sion 3:0 (0:0)
SR Schärer.
Tore: 75. Lüchinger (Corner) 1:0. 79. Bamert (Eigentor) 2:0. 84. Djokic (Obexer) 3:0.
Vaduz: Büchel; Schmied, Schmid, Simani; Dorn, Gasser (56. Cicek), Gajic (89. Rahimi), Lüchinger, Hug (56. Obexer); Di Giusto (79. Gomes); Coulibaly (56. Djokic).
Sion: Fickentscher; Martic, Bamert, Ndoye, Abdellaoui (60. Theler); Tosetti, Araz, Grgic (80. Tupta), Baltazar; Karlen (60. Wakatsuki, 80. Hoarau), Uldrikis.
Bemerkungen: Vaduz ohne Wieser und Prokopic (beide verletzt), Sion ohne Clemenza, Doldur, Iapichino, Kabashi, Kasha und Wesley (alle verletzt) sowie Serey Die (krank). 8. Kopfball von Bamert an die Latte. 75. Kopfball von Simani an die Latte (Lüchinger trifft im Nachschuss). 78. Gelb-Rote Karte gegen Baltazar wegen Fouls.
Verwarnungen: 9. Grgic (Foul). 16. Schmied (Foul). 21. Hug (Foul). 37. Baltazar (Foul). 77. Martic (Foul). (abu/sda)

Tabelle

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