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Silver medal winner Ramon Zenhaeusern of Switzerland, left, Gold medal winner Michelle Gisin of Switzerland, center, and Bronze and Silver medals winner Wendy Holdener of Switzerland, right, celebrate at the House of Switzerland at the XXIII Winter Olympics 2018 in Pyeongchang, South Korea, on Thursday, February 22, 2018. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Dreimal olympische Medaillen an einem Tag. Bild: KEYSTONE

So abgeräumt bei Olympia haben wir schon lange nicht mehr – und es kann noch besser kommen

Sind wir ehrlich: Die Medaillen, die bei Olympia wirklich zählen, sind jene bei den alpinen Ski-Wettbewerben. Die Schweizer Bilanz steuert da zielstrebig auf die beste seit 30 Jahren zu – und es könnte noch besser kommen.



Was für ein Tag! Erst rast der lange Walliser zu Silber, dann räumen unsere Kombi-Girls ab. Für Holdener war es bereits die zweite Medaille. Genauso wie Speedkönig Beat Feuz, der letzte Woche zweimal aufs Podest fuhr. Sechs Ski-Medaillen in die Schweiz – das gab es lange nicht mehr. 

Grund genug, auf fünf Statistiken zu schauen, die uns träumen lassen.

Die letzten 30 Jahre

Wir blicken bis ins Jahr 1988 zurück. Damals wurden erstmals der Super-G und nach einer sehr langen Pause die Alpine Kombination wieder ins olympische Programm aufgenommen. Der Teamevent findet erst seit diesem Jahr statt.

Anzahl Ski-alpin-Medaillen

Einmal Gold, dreimal Silber, zweimal Bronze! Sechs Medaillen hat die Schweiz bisher im Ski alpin gewonnen. So viel Edelmetall gab es seit 1988 nie mehr. Damals räumte Swiss Ski mit sagenhaften elf Podestplätzen so richtig ab. Goldmässig allerdings waren auch die Jahre 2010 und 2014 erfolgreicher als 2018. Der Teamevent fand in jenen Jahren nie statt.

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grafik: watson

Ski-alpin-Medaillen vs. andere Sportarten

Erstmals seit Calgary 1988 könnte die Schweiz wieder mehr als die Hälfte ihrer olympischen Medaillen im Ski alpin gewinnen. Wobei zu sagen gilt: Es wird durch die immer neuen Sportarten auch immer schwieriger.

Schweizer Medaillen Pyeonchang Olympia

grafik: watson

Welche Nation wie viele Ski-alpin-Medaillen geholt hat

Seit 2014 werden 11 Entscheidungen ausgetragen. Als letztes kam der Teamevent dazu. Erstmals seit Calgary 1988 (damals 11 von 30) könnten wir von allen Nationen in Pyeongchang wieder am meisten Ski-Medaillen absahnen.

Diese Nationen räumten die olympischen Skimedaillen seit 2006 ab:

Der aktuelle Ski-Medaillenspiegel von Pyeongchang:

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Anzahl Olympiamedaillen

Elf Medaillen haben wir in Pyeongchang bisher gewonnen. Damit werden die Spiele in Südkorea mindestens zu den dritterfolgreichsten Olympischen Spiele aller Zeiten. Um Rang 2 – oder gar Rang 1 – noch zu erreichen, braucht es allerdings perfekte letzte drei Wettkampftage.

Noch stehen 17 der 102 Entscheidungen aus. Realistische Chancen auf Podestplätze haben wir noch im Curling der Männer (Spiel um Rang 3), Skicross der Frauen, dem Teamevent im Ski, im Snowboard Parallel-Riesenslalom mit Nevin Galmarini und dem 50km Langlauf mit Dario Cologna.

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grafik: watson

Die erfolgreichsten Olympia-Tage der Schweiz

Sotschi, 14. Februar 2014 

ZU DEN OLYMPISCHEN WINTERSPIELEN SOTSCHI 2014, DIE AM SONNTAG, 23. FEBRUAR 2014, MIT DER SCHLUSSFEIER ENDEN, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Women's biathlon 15K individual silver medalist Selina Gasparin of Switzerland, left, and Men's super-combined gold medalist Sandro Viletta of Switzerland, right, poses for photographer as they arrives at the House of Switzerland after the victory ceremony at the XXII Winter Olympics 2014 Sochi in Sochi, Russia, on Saturday, February 15, 2014. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Selina Gasparin und Sandro Viletta, zwei der drei Medaillengewinner am 14. Februar 2014. Bild: KEYSTONE

Turin, 22. Februar 2006

Swiss Olympic medalists celebrate from left, Simon Schoch, silver medal men's Snowboard Parallel Giant Slalom, Daniela Meuli, gold medal women's Snowboard Parallel Giant Slalom, Evelyne Leu, gold medal women's Freestyle Skiing Aerials and Philipp Schoch, gold medal men's Snowboard Parallel Giant Slalom, after the medal ceremony on Piazza Castello in Turin, Italy, Thursday, February 23, 2006, during the XX. Turin 2006 Olympic Winter Games. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Die Schochs mit Evelyne Leu und Daniela Meuli. Bild: KEYSTONE

Pyeongchang, 16. Februar 2018

Silver and Bronze medals, Beat Feuz of Switzerland, left, Gold medal, Dario Cologna of Switzerland, center, and Silver medal, Wendy Holdener of Switzerland, right, celebrate at the House of Switzerland during the XXIII Winter Olympics 2018 in Pyeongchang, South Korea, on Friday, February 16, 2018. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Beat Feuz, Dario Cologna und Wendy Holdener. Bild: KEYSTONE

Pyeongchang, 22. Februar 2018

From left to right, Bronze and Silver medals winner Wendy Holdener of Switzerland, Gold medal winner Michelle Gisin of Switzerland, Silver medal winner Ramon Zenhaeusern of Switzerland, and Nicolas Bideau, head of Presence Suisse, celebrate at the House of Switzerland at the XXIII Winter Olympics 2018 in Pyeongchang, South Korea, on Thursday, February 22, 2018. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Aufgereiht wie die Daltons bei Lucky Luke: Holdener, Gisin und Zenhäusern. Bild: KEYSTONE

Und es kann noch besser kommen ...

Noch sind die alpinen Ski-Wettkämpfe nicht vorbei. Es steht noch der Teamevent aus. Dort zählen die Schweizer fast traditionell zu den Mitfavoriten. Wer den Wettkampf bestreitet, ist noch offen. Wendy Holdener und Ramon Zenhäusern sind sicher mit dabei. 

The Swiss team celebrates after clinching the bronze medal of the Nations Team event, at the World Alpine Ski Championships in Are, Sweden, Sunday, Feb. 18, 2007. The athletes are, on top Daniel Albrecht and Marc Berthod, bottom Fabienne  Suter, Sandra Gini, Rabea Grand and Nadia Styger. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Die bisher einzige Medaille bei Titelkämpfen für die Schweiz im Teamevent: Bronze 2007. Bild: KEYSTONE

Bei Olympia wird der Wettkampf erstmals ausgetragen. Bei den Weltmeisterschaften klassierte sich die Schweiz 2017 (Aerni, Schmidiger, Holdener, Rast) und 2015 (G. Caviezel, Murisier, Holdener, M. Gisin) auf Rang 4. Die bisher einzige Teamevent-WM-Medaille holten 2005 bei der zweiten Austragung mit Bronze Nadia Styger, Fabienne Suter, Sandra Gini, Rabea Grand, Daniel Albrecht und Marc Berthod.

Bei den Saisonfinals sieht die Bilanz besser aus: 2014, 2015 und 2016 gewann die Schweiz dreimal in Serie. 2010 und 2012 wurde man Zweiter, 2009 Dritter. 2017 schieden die Schweizer gleich bei erster Gelegenheit gegen Deutschland aus. 

Der Teamwettkampf in Pyeongchang findet am frühen Samstagmorgen ab 3 Uhr statt.

Die besten 100 Skifahrerinnen aller Zeiten

Team Schweiz reagiert auf die gewonnenen Ski-Medaillen

Video: srf

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