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Switzerland's midfielder Xherdan Shaqiri (C) runs with teammates during a training session at the Municipal Stadium in Porto Seguro on June 22, 2014 during the 2014 FIFA World Cup football tournament in Brazil. AFP PHOTO / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Gute Stimmung im Nati-Training. Bild: AFP

Nur die Mannschaft zählt

«Klar kann ich Spiele entscheiden, aber ich bin genau gleich wie alle anderen»

Vor dem Abflug nach Manaus am Montagabend hat auch Xherdan Shaqiri nochmals die Mannschaft in den Vordergrund gerückt. «Nur wenn wir zusammenhalten und über uns hinauswachsen, können wir etwas erreichen», predigt der viel kritisierte Nati-Wirbelwind.



Am Nachmittag trainierte die Nati nochmals in Porto Seguro. Mit einem Lächeln im Gesicht flachsten Shaqiri und Co. beim lockeren Einlaufen miteinander. Es schien fast so, als hätten die Spieler die 2:5-Pleite gegen Frankreich aus den Köpfen gekriegt. Am frühen Abend ging es dann mit dem Flieger nach Manaus.

Die Nati erwarten unangenehme Bedingungen: Temperaturen um die 30 Grad und eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Bis zu 70 Prozent. «Wenn du aus der klimatisierten Garderobe aufs Feld kommst, bleibt dir gleich die Luft weg», beschrieb der Amerikaner Jermaine Jones nach dem 2:2 gegen Portugal die zuletzt immer wieder diskutierte «Hölle von Manaus».

Switzerland's Xherdan Shaqiri looks on during a training session of the Swiss national soccer team in Porto Seguro, Brazil, Monday, June 23, 2014. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Kann Xherdan Shaqiri gegen Honduras in der Offensive die erhofften Akzente setzen? Bild: KEYSTONE

Xherdan Shaqiri macht sich dennoch keine Sorgen vor dem kapitalen Duell gegen Honduras. «Das Klima wird mühsam sein. Aber es ist für beide Mannschaften gleich und wir sind fussballerisch besser. Wir müssen einfach unseren inneren Schweinehund überwinden», sagt er bei der Pressekonferenz vor dem Abflug. Valon Behrami ergänzt: «Unser Staff hat alles unternommen, damit wir uns in Manaus wohlfühlen werden.»

Neben den Bedingungen werden es die Schweizer mit top-motivierten Honduranern zu tun bekommen. «Beide Mannschaften müssen gewinnen und es werden wohl beide Teams offensiv spielen. Wir müssen hinten gut stehen und nach vorne ist vieles möglich», glaubt Shaqiri.

Hitzfelds Anweisungen umsetzen

Wie schon Granit Xhaka und Blerim Dzemaili am Sonntag stellt auch der Bayern-Star die Mannschaft ins Zentrum. «Wir sind die Schweiz, nicht Spanien, nicht Brasilien. Wenn wir zusammenhalten und über uns hinauswachsen, können wir etwas erreichen. Nur als Mannschaft können wir erfolgreich sein.»

Switzerland's Xherdan Shaqiri, center, and teammates Blerim Dzemaili, right, Goekhan Inler, left, and Haris Seferovic, 2nd from left, play handball during a training session of the Swiss national soccer team in Porto Seguro, Brazil, Monday, June 23, 2014. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Ein Handball-Spielchen zum warm machen. Bild: KEYSTONE

Vielleicht nervt sich der Zauberzwerg auch deshalb «grausam», dass immer wieder er im Zentrum der Kritik steht. «Klar kann ich Spiele entscheiden, aber ich bin genau gleich wie alle anderen», betont Shaqiri. «Es hängt nicht alles an mir. Ich habe zehn andere Mitspieler. Ich kann nicht von hinten bis vorne dribbeln. Ich brauche die Mannschaft und die Mannschaft braucht mich.» 

Das Ziel ist klar: «Wir wollen den Achtelfinal erreichen. Wir müssen über aussen spielen, wir müssen mit Flanken spielen. Wir müssen laufen und wieder zu unserem Spiel finden. Der Trainer wird die richtigen Worte finden. Wir werden das umsetzen und gewinnen.» Na dann hoffen wir doch, dass es wirklich so einfach ist, wie sich Shaqiri das vorstellt.

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