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Von wegen «Finanzkrise»: Seit 2007 haben Grossbank-Aktionäre 1,7 BILLIONEN eingestrichen



Grossbanken haben der Notenbank-Dachorganisation BIZ zufolge seit der Finanzkrise mehr als 1.7 Billionen Dollar an Aktionäre weitergereicht. Diese Summe setze sich aus Dividenden und Aktienrückkäufen zusammen.

Die Institute hätten aber besser daran getan, ihr Geld zusammenzuhalten, um ihre Kapitalbasis zu stärken, sagte der Forschungschef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Hyun Song Shin, am Mittwoch. Dann könnten sie der Wirtschaft mehr Kredite zur Verfügung stellen.

Die Banken sind jedoch darauf bedacht, in Zeiten geringerer Gewinnmargen Investoren bei Laune zu halten. Ein Mittel sind höhere Ausschüttungen. Nach der Finanzkrise, in der einige Banken vom Staat gerettet werden mussten, wurden die Kapitalanforderungen an die Banken verschärft.

Die BIZ hat Daten von 56 Banken weltweit ausgewertet. Zwischen 2007 und 2014 gaben sie für Aktienrückkäufe mehr als eine Billion Dollar aus und für Dividenden knapp 700 Milliarden. Anfang des Monats hatte Shin bereits die Geldhäuser der Euro-Zone ermahnt, mehr auf ihre Gewinnreserven zu achten.

(sda/reu)

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