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Wirtschaft
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Medien

Neue Steuer in Ungarn drückt Gewinn von TV-Konzern RTL



On a black monitor of the independent tv network RTL Klub, Hungary's largest commercial media company, is seen a text 'Protest against the new media tax' in a studio of their headquarter in Budapest on June 5, 2014. Hungary's media companies are up in arms over a proposed tax on adverts that industry insiders say would cripple the sector as well as tighten the government's hold on the press. Over 60 companies, including TV channels, radio stations, newspapers and websites are going off-air, or printing black front pages in protest at the proposed bill, which would slap a tax of up to 40 percent on ad revenue.  AFP PHOTO / ATTILA KISBENEDEK

Auf dem Fernsehsender RTL Hungary steht der Text «Wir protestieren gegen die neue Werbesteuer.» Bild: AFP

Die umstrittene Steueränderung für Werbe- und Medienunternehmen in Ungarn schlägt auf den Gewinn von Europas grösstem privatem Fernsehkonzern RTL durch. Der Nettogewinn der Gruppe im Gesamtjahr werde durch die Steuer negativ beeinflusst, teilte die Bertelsmann-Tochter am Montag mit.

RTL erwarte für seine Ungarn-Tochter eine zusätzliche Steuerlast in Höhe des bisherigen Betriebsgewinns und eine Firmenwertabschreibung. Die Höhe der Abschreibung werde noch ermittelt und solle mit den Halbjahreszahlen am 21. August bekanntgegeben werden.

Das Ungarn-Geschäft zählt zu den kleinen Unternehmensteilen von RTL. Die Gruppe schrieb im vergangenen Jahr einen Umsatz von 5,9 Mrd. und einen Betriebsgewinn (Ebita) von 1,2 Mrd. Euro. In Ungarn erwirtschaftete der Konzern mit Erlösen von 100 Mio. Euro einen Betriebsgewinn von 15 Mio. Euro.

RTL Hungary hatte der Regierung vorgeworfen, das Unternehmen mit der Änderung einer Werbesteuer zu zerstören und damit die Pressefreiheit abzuschaffen. 

Medien und Werbeunternehmen in dem Land hatten bereits gegen die Steuer in ihrer bisherigen Form protestiert und erklärt, ihnen drohe die Insolvenz. Ministerpräsident Viktor Orban steht unter anderem wegen seiner Medienpolitik in der Kritik seiner EU-Kollegen sowie ausländischer Investoren. (pma/sda/reu)

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