DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ZU DEN EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNGEN VOM SONNTAG, 30. NOVEMBER 2014, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR GOLD-INITIATIVE ZUR VERFUEGUNG - Gold bars at the bank vault of the

Goldbarren im Tresorraum einer Schweizer Bank (Archivbild). Bild: KEYSTONE

Manipulation der Referenzpreise

Jetzt nehmen die USA den Goldhandel ins Visier – Schweizer Grossbanken sind am Rande betroffen

Nach den Urteilen wegen Manipulationen im Devisenmarkt nehmen US-Behörden angeblich den Edelmetallhandel der Grossbanken unter die Lupe. Die Schweizer Grossbanken UBS und CS sind zwar auch betroffen, aber offenbar nur am Rande.



Gegen mindestens zehn Banken soll das US-Justizdepartement ermitteln, weil diese möglicherweise den Referenzpreis für Gold, Silber, Platin und Paladium manipuliert haben sollen. Über die Ermittlungen berichtete das Wall Street Journal am Dienstag unter Berufung auf anonyme Insider.

In der Schweiz führt die Wettbewerbskommission (WEKO) seit vergangenem Jahr eine Voruntersuchung durch, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Dabei geht es demnach darum, ob Händler Preise manipuliert haben. Die Behörde gibt nicht an, welche Banken betroffen sind. 

Andere europäische Überwachungsbehörden stellten derweil ihre Ermittlungen ein, wie das «Wall Street Journal» weiter meldete. Die vage angedeuteten Vorwürfe erinnern an den Skandal um die sogenannten Libor-Sätze. Über Jahre hatten Banker mehrerer Finanzinstitute bei der täglichen Festlegung der Referenzzinssätze (Libor) getrickst. Das Resultat waren Milliardenbussen. Die UBS musste Ende 2012 mehreren Ländern total 1,4 Milliarden Franken bezahlen. Klagen sind hängig.

Beim Referenzpreis nicht dabei

Laut dem «Wall Street Journal» sind nebst der UBS und der CS unter anderem Barcley's, Goldman Sachs, J.P. Morgan Chase, Deutsche Bank und Société Générale ins Visier geraten. Weder die Behörden noch die Banken wollte sich zu den Ermittlungen äussern, auch nicht gegenüber Schweizer Zeitungen, die am Mittwoch über die Ermittlungen berichteten.

Inwiefern die Schweizer Banken in solche Manipulationen verwickelt sind, ist unklar. Laut «Neue Zürcher Zeitung» und «Tages-Anzeiger» sind weder UBS noch CS an der Festlegung der Referenzpreise beteiligt. Das Volumen des Edelmetallhandels ist zudem deutlich kleiner als jenes im Devisenmarkt. 

Publik wurden die Ermittlungen, weil die britische Grossbank HSBC in ihrem Jahresbericht offenlegte, dass sie gegenüber der US-Behörde zur Regulierung von Derivaten (CFTC) Informationen über den Edelmetallhandel zugänglich machen muss. Auch das US-Justizdepartement habe Dokumente verlangt. Die Ermittlungen der Behörden seien in einem «frühen Stadium» und die Bank kooperiere. (trs)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Schuldig in allen Punkten: Was du über das Urteil von Chauvin wissen musst in 9 Punkten

Nach relativ kurzer Bedenkzeit kamen die Geschworenen am Dienstagabend zu einem Verdikt: Der weisse Ex-Polizist Derek Chauvin wurde in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Das Urteil zog eine Welle an Reaktionen nach sich.

Fast ein Jahr nach der Tötung des Afroamerikaners George Floyd haben die Geschworenen den weissen Ex-Polizisten Derek Chauvin in allen Anklagepunkten für schuldig befunden. Damit droht ihm eine lange Haftstrafe. Das genaue Strafmass soll in acht Wochen festgelegt werden, erklärte Richter Peter Cahill am Dienstag (Ortszeit) in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota.

Der Richter widerrief auch Chauvins Freilassung auf Kaution - dieser wurde nach der Urteilsverkündung in Handschellen aus dem …

Artikel lesen
Link zum Artikel