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Wirtschaft
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Zurich übernimmt von MetLife US-Schaden- und Unfallgeschäft



ARCHIVBILD ZUR BILANZ DER ZURICH VERSICHERUNG IM DRITTEN QUARTAL 2020, AM DONNERSTAG, 12. NOVEMBER 2020 - The building of the company Zurich Versicherung, taken on Thursday, February 8 2018, in Zurich Oerlikon. (KEYSTONE/Ennio Leanza)....Das Gebaeude der Zurich Versicherung, aufgenommen am Donnerstag, 8. Februar 2018 in Zuerich Oerlikon. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: keystone

Die Zurich-Gruppe kauft in den USA dem US-Konkurrenten MetLife die Sach- und Unfallversicherung ab und führt das Geschäft mit jenem des US-Partners Farmers zusammen. Damit setzt Farmers zu einem Wachstumssprung an.

Mit dem zugekauften Prämienvolumen von 3,6 Milliarden US-Dollar und den rund 3500 MetLife-Mitarbeitenden steige die genossenschaftlich organisierte Farmers-Gruppe auf einen Schlag zum sechstgrössten Privatkundenversicherer in den USA auf, teilte die Zurich am Freitag mit.

Teil der Transaktion ist den Angaben zufolge auch eine zehnjährige und exklusive Vertriebsvereinbarung zwischen Farmers und MetLife. Über die Group Benefits Plattform von MetLife erhält Farmers den Zugang zu 3800 Unternehmen und 37 Millionen Arbeitnehmenden in den USA.

Milliardenteurer Zukauf

Die Übernahme kommt nicht ganz überraschend. Im November hatte die Zurich bestätigt, dass mit MetLife Gespräche darüber geführt werden.

Insgesamt kostet die MetLife-Sparte 3,94 Milliarden Dollar. Die Zurich selber wird über ihre Farmers-Tochter, die für die Farmers-Gruppe Dienstleistungen erbringt und dafür Gebühren einnimmt, 2,43 Milliarden zum Preis beisteuern. Farmers bezahlt die restlichen 1,51 Milliarden.

Die Zurich will den von ihr bezahlten Kaufpreis zu gleichen Teilen aus internen Mitteln und hybriden Verbindlichkeiten stemmen. Die Kapitalposition soll dadurch nicht allzu stark belastet werden. Die Zurich rechnet damit, dass die Kapitalquote nach dem Swiss Solvency Test stark bleiben wird.

Von Beginn weg gewinnbringend

Die Transaktion wird den Plänen zufolge bereits ab dem ersten vollen Jahr nach deren Abschluss zum Gewinn der Zurich beitragen und ab 2023 eine Kapitalrendite von etwa 10 Prozent erwirtschaften. Der Abschluss wird im zweiten Quartal 2021 erwartet, wobei es bis dahin noch zu bestimmten Anpassungen beim Preis kommen könne.

Die Akquisition erhöhe das Wachstumspotenzial der Farmers-Gruppe signifikant, ist Zurich-CEO Mario Greco in der Mitteilung vom Zukauf überzeugt. «Zusammen mit der anhaltenden Erhöhung der Prämiensätze im Firmenkundengeschäft wird diese Akquisition unsere Fähigkeit stärken, die Ziele für 2022 zu erreichen». (aeg/sda/awp)

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