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Bundesgericht weist Klage gegen Ticket-Börse Viagogo ab



Die Klage des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) gegen den Online-Marktplatz für Veranstaltungstickets Viagogo ist rechtskräftig abgewiesen. Das Bundesgericht stützt mit seinem Entscheid die Sicht des Zürcher Handelsgerichts.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hatte im September 2017 aufgrund zahlreicher Beschwerden aus dem In- und Ausland eine Klage wegen unlauteren Wettbewerbs gegen Viagogo eingereicht.

Die Ticket-B

Viagogo hat in der Vergangenheit aufgrund überteurter Tickets immer wieder für Empörung gesorgt. Bild: sda

Immer wieder warteten Kundinnen und Kunden von Viagogo vergeblich auf die gekauften Tickets, zahlten Wucherpreise oder blieben an der Eingangskontrolle hängen, weil auf dem Ticket der Name einer anderen Person stand.

Wie das Zürcher Handelsgericht kommt das Bundesgericht zum Schluss, dass die Nutzer von Viagogo nicht getäuscht werden. Auch für den Durchschnittskunden sei erkennbar, dass auf den Online-Plattformen von Viagogo Tickets weiterverkauft würden.

Keine falschen Angaben

Viagogo gebe nicht an, der Erstverkäufer zu sein und mache auch sonst keine falschen Angaben über sich und sein Geschäftsmodell. Weiter werde der zu bezahlende Preis für Tickets und Gebühren dem Käufer vor Abschluss des Kaufs bekannt gegeben.

Viagogo hat seinen Sitz in Genf und betreibt sein Geschäft über 70 Domain-Namen in zahlreichen Ländern. Von diesen Internetseiten kann auf das Gesamtangebot des Unternehmens zugegriffen werden.

Noch während des Verfahrens vor dem Handelsgericht platzierte das Unternehmen auf den Webseiten den Hinweis «Wir sind der weltweit grösste Sekundärmarktplatz für den Verkauf von Live-Event-Tickets.» Die Preise würden von den Verkäufern festgelegt und könnten unter oder über dem Marktpreis liegen.

(Urteil 4A_235/2020 vom 1.12.2020)

(saw/sda)

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