DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Credit-Suisse-Aktien weiter auf dem Sinkflug



Die Aktien der Credit Suisse setzen ihren Abwärtstrend auch am Freitag fort. Die Grossbank hatte am Vortag bei der Zahlenvorlage zwar für etwas mehr Klarheit über die Auswirkungen des Archegos-Debakels gesorgt und zudem ihre Kapitaldecke verstärkt. Für viele Beobachter bleiben aber zahlreiche Fragen zur Zukunft der Bank offen.

Die CS-Aktien notieren am Freitag gegen 10.45 Uhr noch um 0,5 Prozent im Minus auf 9.14 Franken, nachdem sie kurz nach Handelsstart noch auf ein Tagestief von 8.93 Fr. abgesackt waren.

FILE - This Oct. 21, 2015, file photo shows the logo of the Swiss bank Credit Suisse, in Zurich, Switzerland. Switzerland

Bild: keystone

Seit Bekanntwerden der Affären um Greensill und Archegos habe die CS-Aktie knapp 11 Milliarden an Marktkapitalisierung verloren, erinnert Analyst Timo Dums von der deutschen DZ Bank. Zwar hat die CS für ihn eine hohe Ertragsstärke gezeigt, dem steht aber weiterhin die Unsicherheit aufgrund der unbekannten Verlusthöhe – nicht zuletzt auch aus dem Greensill-Fall – gegenüber.

Derweil begrüsst die Société Générale die Aufnahme von neuem Kapital durch die Grossbank. Auch für Analyst Andrew Lim bleibt aber die Unsicherheit über die Ertragskraft und die künftige Kapitalstärke der Bank hoch. So könnten Belastungen aus dem Greensill-Fall ebenso wie das Archegos-Debakel auch noch zu hohen juristischen Kosten führen, erinnert er.

Fragezeichen setzt auch die Royal Bank of Canada (RBC) hinter die Ankündigungen der CS, bei den Dividenden für 2021 bereits wieder zu den früheren Niveaus zurückzukehren. Laut Expertin Anke Reingen gibt es dabei weder Raum für Belastungen aus dem Greensill-Fall noch für Restrukturierungskosten bei einem allfälligen strategischen Umbau der Bank. Sie rechnet weiterhin mit Belastungen für Rechtsstreitigkeiten von 1,7 Milliarden Franken in den Jahren 2022 und 2023.

Beeinträchtigt werden dürften die künftigen Erträge zudem von der Verkleinerung der Investmentbank, welche das CS-Management am Vortag angekündigt hatte, erinnern die Analysten. Unklar ist für die Experten auch noch immer die künftige Rolle des neu als selbständige Division auftretenden Asset Managements. (sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Alle Schweizer Banknoten seit 1907

1 / 54
Alle Schweizer Banknoten seit 1907
quelle: keystone / laurent gillieron
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Wenn Erwachsene mit Geld umgehen würden, wie es Kinder tun

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die Schweiz zieht immer mehr Millionäre an – das steckt dahinter

In der Schweiz ist die Dichte an Millionärinnen und Millionären so hoch wie nirgends sonst. Viele sind schon da, aber es kommen immer mehr. Corona trägt dazu bei.

Seit Jahrzehnten ziehen Superreiche aus aller Welt in die Schweiz: Banken, Diskretion, Sicherheit und atemberaubende Kulisse sind einige Gründe dafür. Die Corona-Pandemie beflügelt nun den Run: «Die Pandemie löste einen Nachfrageboom nach Luxusimmobilien aus», berichtet die UBS. Die höchsten Quadratmeterpreise werden in der Gemeinde Cologny bei Genf erzielt. Dort kostet ein einziger Quadratmeter über 35'000 Franken.

Corona habe die Sehnsucht vieler nach einem sicheren Hafen verstärkt, glauben …

Artikel lesen
Link zum Artikel