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epa08855508 SpaceX owner and Tesla CEO Elon Musk arrives on the red carpet for the Axel Springer award, in Berlin, Germany, 01 December 2020.  EPA/BRITTA PEDERSEN / POOL

Musk sorgt mit seinen Tweets mitunter für starke Bewegungen an den Finanzmärkten. Bild: keystone

Tesla-Investor verklagt Musk, weil dessen Tweets heftige Konsequenzen haben könnten

Tesla-Chef Elon Musk hat sich mit seinen Tweets erneut rechtlichen Ärger eingehandelt. Ein Investor des US-Elektroautobauers hat den Multimilliardär wegen «erratischer» Twitter-Nachrichten verklagt, die das Unternehmen angeblich hohen juristischen Risiken und milliardenschweren Kursverlusten aussetzten.



Weitere ungezügelte Tweets von Musk könnten heftige Konsequenzen für die künftigen Finanzierungsmöglichkeiten von Tesla haben, hiess es in der 105 Seiten langen Klageschrift, die am Freitag (Ortszeit) vom zuständigen Gericht im US-Bundesstaat Delaware veröffentlicht wurde.

Musk sorgt immer wieder mit seinen Tweets für Aufsehen und mitunter auch für starke Bewegungen an den Finanzmärkten. Zuletzt hatte er die Kursrallys von Kryptowährungen wie Bitcoin und Dogecoin mit wohlwollenden Nachrichten im Kurznachrichtendienst befeuert. Das sorgte für viel Argwohn, nicht zuletzt da wenig später ein 1.5 Milliarden Dollar schwerer Bitcoin-Kauf von Tesla bekannt wurde, bei dem nicht klar ist, ob er vor oder nach den Tweets getätigt worden war. Besonders brisant ist das Ganze, weil Musk in der Vergangenheit wegen Tweets bereits von der Börsenaufsicht SEC sanktioniert wurde.

Sanktionen der SEC?

Eine Vereinbarung mit der Behörde sieht vor, dass der Tesla-Chef sich seine Tweets vom Unternehmen freigeben lassen muss. Auslöser dafür war Musks Ankündigung bei Twitter im Sommer 2018, dass er erwäge, Tesla von der Börse zu nehmen und die Finanzierung gesichert sei. Die SEC kam nach einer Untersuchung zu dem Schluss, dass Musk keine festen Finanzierungszusagen gehabt habe, und setzte die Twitter-Einschränkungen nach einem juristischen Hickhack und einer Klage wegen Marktmanipulation letztlich bei einem Vergleich durch. Doch Musk verhöhnte die SEC danach und twitterte munter weiter.

Im Mai 2020 etwa liess Musk die Tesla-Aktien mit einer Reihe sonderbarer Tweets an einem einzelnen Handelstag um mehr als zehn Prozent fallen. Damals schrieb er unter anderem, dass er den Börsenwert des Unternehmens für zu hoch halte und kündigte an, sich von fast allem physischen Besitz trennen zu wollen. Dies ist nur einer der Vorfälle, die nun explizit in der Klage genannt werden - allein dadurch seien fast 14 Milliarden Dollar an Börsenwert «zerstört» worden. Fest steht: Musk hat schon viele skurrile Tweets abgesetzt, am 1. April 2019 etwa postete er ein Scherzfoto über eine Tesla-Pleite. (viw/sda/dpa)

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