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epa04098578 A woman wearing a protective mask walks along a commuter bridge overlooking a main road amidst smog in Beijing, China, 24 February 2014. Due to smog alerts, a city in northern China has banned a fifth of residents' vehicles from roads, reports stated since 23 February. In Beijing, an orange alert had been issued on 21 February due to smog which is the second-highest of four levels of urgency. The Environmental Protection Ministry has sent 12 inspection teams to Beijing, Tianjin, Hebei and surrounding areas to check on compliance to measures to reduce air pollution.  EPA/ROLEX DELA PENA

Eine Frau in Peking: In China sterben jährlich 5,1 Millionen Menschen wegen der Luftverschmutzung Bild: EPA/EPA

Mehr als durch Tabakkonsum

Smog tötet jedes Jahr sieben Millionen Menschen



Wegen verschmutzter Luft hat es im Jahr 2012 weltweit sieben Millionen Tote gegeben. Dies berichtete am Montag in Genf die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dies sind doppelt so viele Todesopfer als in der vorangehenden WHO-Studie für das Jahr 2008.

«Diese Zahlen bestätigen, dass die Luftverschmutzung das hauptsächlichste Umweltrisiko für die Gesundheit in der Welt darstellt», sagte Maria Neira, Direktorin der WHO-Abteilung Öffentliche Gesundheit: «Millionen Leben könnten gerettet werden, wenn man die Luftverschmutzung bekämpft.»

Die weitaus meisten Toten durch Luftverschmutzung pro Jahr gibt es in Asien, hauptsächlich in China:

Asien: 5,1 Millionen Tote

Afrika: 680'000 Tote

Europa: 580'000 Tote

Mittlerer Osten: 400'000 Tote

Nord- und Südamerika: 230'000 Tote

Die Zunahme der Zahl der Todesopfer innert fünf Jahren erklärt sich laut WHO-Mitarbeiterin Annette Pruss-Ustun mit einer neuen Erhebungsmethode und besserer Kenntnis des Zusammenhangs gewisser Krankheiten mit Luftverschmutzung.

Die Zahl von 2008 (3,5 Millionen Tote) basierte auf limitierten Daten zu städtischen Bevölkerungen, während die neue Erhebung demografisch breiter gefasst ist und auch die ländlichen Gebiete miteinbezieht.

Schlimmer als die Folgen des Rauchens

Zudem hätten neue epidemiologische Erkenntnisse gezeigt, dass Luftverschmutzung neben Atemwegs- auch Kreislauferkrankungen und Krebs schaffe. Die sieben Millionen Toten stellen ein Achtel der jährlichen Todesfälle dar.

4,3 Millionen davon gehen auf Luftverschmutzung innerhalb der Häuser zurück - bedingt beispielsweise durch Kochen und Heizen mit Holz oder Kohle. 3,7 Millionen Tote gibt es durch Luftverschmutzung im Freien. Zum Vergleich: Durch Tabakkonsum sterben jährlich weltweit sechs Millionen Menschen.

(rey/sda)

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Kommentar

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